Politik
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Energiewende vor Ort – aller guten Dinge sind drei!

15.10.2015 23:15

Drei gute Nachrichten gibt es zur regionalen Energiewende – allesamt initiiert durch engagierte Bürger*innen und umgesetzt in konstruktiver Zusammenarbeit mit ebensolchen Entscheidungsträger*innen.

1. bbeg: PV-Anlage Nr. 2 ist installiert – Glückwunsch!

Bereits Ende September wurde sie eingeweiht – die zweite Solaranlage (= Photovoltaik = PV) der in Wuppertal ansässigen Bergische Bürgerenergiegenossenschaft eG (bbeg) – und der neue CDU-Bürgermeister war dabei!

regionale Wertschöpfung: Aus Sonne Strom und Wärme gewinnen

regionale Wertschöpfung: Aus Sonne Strom und Wärme gewinnen

Seit Ende Juni 2015 ist die Anlage auf der Sechseckschule in Erkrath am Netz und versorgt die Schule mit regionalem grünem Strom http://www.bbeg.de/pv-anlage-seckseckschule/. Initiiert wurde die Anlage durch einen regionalen bbeg-Kooperationspartner – die Initiative für Atomstromfreies Erkrath, deren Initiatoren auch z.T. Gründungsmitglieder der bbeg sind.

2. Wahl in den BBEn-Rat – Glückwunsch!

Im Bündnis Bürgerenergie (BBEn) ist nun auch Wuppertal mit einer engagierten Bürgerstimme vertreten. Seit Ende September gehört Beate Petersen dem Rat für das bundesweite Bündnis BBEn an. In Erfurt richtete das Bündnis den 2. BBEn-Konvent aus – eine gute Gelegenheit für anregende Diskussionen und weitere Vernetzung zur Klimagerechtigkeit!
Interessant war am zweiten Tag auch eine gemeinsame Exkursion in das Bioenergiedorf Schlöben. Dort wird der überwiegende Teil des Ortes über das eigene Biomasse-Nahwärmenetz versorgt. Als die Straße dafür aufgerissen werden mußte, wurde auch gleich noch „schnelles“ Internet mit verlegt und auf LED-Beleuchtung umgestellt. Priorität räumen der engagierte Bürgermeister und sein Stellvertreter auch guter Bildung und gutem(Zusammen-)Leben ein – dies zeigt sich in bestens ausgelasteten Einrichtungen für Jung und Alt! Die Leute dort haben sich auf den Weg gemacht – in eine lebenswerte Zukunft ;-)

EnergiE -zum Leben  - auch in W-Nord

EnergiE -zum Leben – auch in W-Nord

3. Klima-Expo: Klimaquartier W-Arrenberg – Glückwunsch!

Beim Bergischen Energiewendestammtisch wurde das Klimaquartier W-Arrenberg als Exponat Nr. 95 der NRW-Klima-Expo ausgezeichnet. Die NRW-Klima-Expo versteht sich als eine Art Schaufenster der Energiewende und dient der Verbreitung guter Praxisideen rund um Klimagerechtigkeit.

Der Energiewendestammtisch findet traditionell monatlich am letzten Montag statt und zwar abwechselnd in Wuppertal und Solingen. Veranstalter sind für die eMobilität W-EMOBIL 100 sowie der Bundesverband eMobilität und für die erneuerbare Energie die beiden Bergischen Bürgerenergiegenossenschaften.

 

Denkanstoß: Wetter/Ruhr: Klimafolgenbericht 2014

Pioniere der Energiewende sind auch im Ennepe-Ruhr-Kreis unterwegs – mit der dortigen Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) und der lokalen Agenda 21-Gruppe. Für das Jahr 2014 wurde bereits der zweite Klimafolgenbericht für die Stadt Wetter vorgestellt. Die Lokalzeit Dortmund berichtete darüber. Initiiert und angestoßen hatte dieses Projekt das dortige Agenda 21-Netzwerk, aus dem seinerzeit auch die dortige BEG initiiert wurde – eine der regionalen  Bürgerenergiegenossenschaften in denen sich Beate Petersen ebenfalls als ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied engagiert.
Der link dazu findet sich hier http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-dortmund/videoklimainwetter100_size-L.html?autostart=true#banner

Exkurs: 

Einen weiteren Pionierpfad beschreitet sie dort mit der BEG: mit der Gemeinwohlökonomie wollen engagierte Bürger*innen ethisches Wirtschaften der BEG sichtbar machen.
Aktuell wird dort nach 2012 und 2013 für 2014 bereits die dritte Gemeinwohlbilanz in Folge erstellt – aber das ist wieder ein eigenes Thema ;-)

Zurück zum Klimafolgenbericht und dem TV-Beitrag:
Knapp ½ Mio. Euro Mehrkosten konnte das Netzwerk in Kooperation mit weiteren Akteuren den Starkwetterereignissen 2014 zuordnen – und das sind noch längst nicht alle Folgekosten. Wichtig ist, wie es der Vorstands-Vorsitzende der BEG – Rolf Weber – im WDR-Filmbeitrag treffend auf den Punkt bringt:
„Wir müssen das Bewusstsein dafür schärfen und die Energiewende endlich gemeinsam entschlossen umsetzen!“ Recht hat er – und dabei ziehen in Wetter/Ruhr erfreulicherweise alle an einem Strang – der Bürgermeister, die Stadt, die Feuerwehr, die Wohnungsbaugenossenschaft und …

Da haben engagierte Bürgergruppen als Treiber der Energiewende in Bürgerhand echte Überzeugungsarbeit geleistet – „man“ sollte ihnen einfach mehr zuhören ;-)

„Es wäre so wichtig, endlich gemeinsam in Richtung 100% erneuerbar zu agieren – und zwar mit allen Akteuren! Die Zivilgesellschaft will das ja längst mehrheitlich! Auch Forschung und Wissenschaft haben das schon lange erkannt, und die regionale Wirtschaft könnte wirklich davon profitieren!“ davon ist die engagierte Klimaschützerin Beate Petersen überzeugt und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Parteien und die Stadtverwaltung nebst stadtnahen Unternehmen dürfen das gerne auch in Wuppertal offensiv unterstützen!“

Gedenken an Hermann Scheer – einen Pionier der Energiewende

Abschließend sei angemerkt, dass das Erscheinungsdatum für den heutigen Artikel nicht zufällig gewählt ist, sondern in Gedenken an Hermann Scheer, der heute vor fünf Jahren starb – ein engagierter – und über Parteigrenzen anerkannter – Sozialdemokrat, ohne den es das EEG und die Energiewende vielleicht so heute nicht geben würde. Auch für den kontrovers diskutierten Transport der EnergiE von Nord nach Süd entwickelte er (s)eine ganz eigene Vision – die Energieallee entlang der A7! Trassenbündelung – warum nicht?

Andererseits könnten inzwischen deutlich weiter entwickelte Speicher aufwändige und kostenintensivere Energietrassen sogar ganz obsolet machen – Stoff genug für einen eigenen Artikel.

Terminhinweis: Solarpreisverleihung am 17.10.2015

Das Erbe von Hermann Scheer bewahren seine Familie und auch  Eurosolar.  Die diesjährige Verleihung des Solarpreises findet ganz in der Nähe statt – am Samstag, 17.10.2015 von 15:00 bis 18:00 Uhr im Ibach-Haus in Schwelm. Anmeldung unter http://www.eurosolar.de/de/index.php/solarpreise-mainmenu-114

 


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