Solidarität mit der Kinderhospizarbeit

Familien mit lebenszeitverkürzt erkrankten Kindern brauchen Hilfe. Als Symbol dafür steht das grüne Band am Tag der Kinderhospizarbeit (10.02.).


Familien mit lebenszeitverkürzt erkrankten Kindern brauchen Unterstützung. Als Symbol dafür steht das grüne Band am heutigen Tag der Kinderhospizarbeit (10.02.).

Für Familien mit lebenszeitverkürzt erkrankten Kindern wird die Versorgung zu Hause immer schwieriger. Diese Erfahrung macht Kerstin Wülfing, Einrichtungsleiterin des Kinderhospizes an der Kaisereiche. „Wir haben aktuell sehr viele Anfragen und bemerken einen erhöhten Unterstützungsbedarf bei den Familien“, sagt Wülfing.

Betreuung fällt weg oder lässt sich nicht planen

Die Gründe dafür sind vielfältig: Die ambulanten Pflegedienste leiden ohnehin unter Personalmangel, dann kommen viele Krankheitsfälle hinzu – bei den Pflegenden wie auch bei den Kindern selbst. Auch verlegte Krankenhausaufenthalte aufgrund von Corona seien ein Problem.

Dadurch fällt auch die Betreuung in Kitas, Schulen oder Werkstätten häufig aus oder lässt sich schlecht planen. All dies führt dazu, dass die Familien besonders stark belastet sind.

Familien übernehmen die Nachtschicht selber

Besonders schwierig sei die Situation für Familien mit Kindern, die nachts gepflegt werden müssen: „Die Lage spitzt sich gerade zu. Bei uns rufen aktuell viele Familien an, weil ihre Nachtdienstversorgung weggebrochen ist. Sie übernehmen die Nachtschicht dann selbst und das ist natürlich sehr belastend, wenn man ein krampfendes Kind hat oder ein Kind das rund um die Uhr das beatmet werden muss“, sagt Wülfing.

Das Pfarr-Ehepaar Bukowski kommt jede Woche zum gemeinsamen Musizieren ins Kinderhospiz.

Für die Einrichtungsleiterin hat die Pflege der schwerstkranken Kinder zu Hause Priorität. „Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimme.“ Gleichzeitig sei es wichtig, dass die Familien sich auch einmal „Auszeiten“ nehmen können – wie eben im Kinderhospiz Burgholz. Zeit zum Auftanken und zur Erholung vom zum Teil sehr schwierigen und kräftezehrenden Lebensalltag.

Gemeinschaft wird endlich wieder gelebt

Auch wenn Corona für die vulnerablen Gruppen, zu denen die Kinder und Famiien im Kinderhospiz gehören, noch nicht vorbei ist und weiterhin Maskenpflicht gilt, ist dennoch wieder ein Stück Alltag möglich: „Unsere Trauergruppen finden wieder statt, genau wie das Essen in Gruppen. Wir können wieder Gemeinschaft leben und Zeit miteinander verbringen und die Familien können sich austauschen. Das genießen wir alle sehr“, sagt Wülfing.

Mehr Infos rund um die Kinderhospizarbeit gibt es auf der Homepage des Kinderhospizes.

Solidarität

Grün ist die Farbe für den Tag der Kinderhospizarbeit, die Farbe der Solidarität mit der Kinderhospizarbeit und den betroffenen Familien.
Mit grünen Armbändern laufen die Spieler des WSV am 11. Februar auf den Platz. Grüne Bänder tragen auch die Mitarbeitenden der Firma EMKA. Bei Policks Backstube werden grüne Berliner Ballen angeboten. Und auch die Mitglieder des Fight Club Wuppertal zeigen zum wiederholten Mal ihre Solidarität und ihr Mitgefühl: Sie tragen grüne Bändchen und laden außerdem unter dem Motto „Box dich durch“ am Kinderhospiztag zu einem speziellen Nachmittag mit Boxworkshop ein.

Text: Nikola Dünow/KK
Fotos: Kinderhospiz Burgholz

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