26.04.2026

Sauberkeit in Wuppertal

Wenn Engagement an Verwaltungspraxis scheitert


Sauberkeit scheint – zumindest laut öffentlichen Ankündigungen – ein wichtiges Anliegen unserer Oberbürgermeisterin Miriam Scherf zu sein. Erst kürzlich wurde über neue Konzepte und Testläufe berichtet, um Plätze und Parks sauberer zu halten

Doch der Blick in die jüngste Niederschrift der Bezirksvertretung (BV) Vohwinkel vom 15. April 2026 zeigt, wie wenig Spielraum bürgerschaftliches Engagement manchmal tatsächlich bekommt. Dort hatte ein Einwohner gefragt,

„Gibt es eine Möglichkeit, auf freiwilliger Basis Unrat im Wald einzusammeln und den Müllbeutel z. B. an zentraler Stelle zur Abholung durch AWG o. Ä. zu postieren?“

Die Antwort des Eigenbetriebs Straßenreinigung (ESW):

„Am besten ist so etwas über eine Picobello-Aktion abzuwickeln. Material (Handschuhe, Säcke) für eine Reinigungsaktion könnte beim ESW abgeholt werden, und auch der Unrat würde über uns abgeholt und entsorgt. Aber wie gesagt, Anmeldung über picobello@stadt.wuppertal.de – dann würde alles seinen Lauf nehmen.“

Das klingt korrekt, ist aber enttäuschend. Statt spontan bürgerschaftliche Initiative zu unterstützen, verweist man auf einen jährlich stattfindenden Aktionstag. Wer also zwischendurch selbst mit anpacken möchte, steht vor organisatorischen Hürden. Dabei geht es in der Anfrage nicht um eine groß angelegte Aufräumaktion – sondern schlicht um die Möglichkeit, Müll einzusammeln, ihn im städtischen Müllsack an einem festgelegten Ort abzustellen und so einen Beitrag zur Sauberkeit im eigenen Stadtteil zu leisten.

Gerade engagierte Bürgerinnen und Bürger sollten nicht befürchten müssen, wegen „illegaler Müllablagerung“ belangt zu werden, nur weil sie helfen wollten. Hier wäre eine pragmatische Lösung notwendig – etwa eine dauerhafte Möglichkeit zur legalen Müllabgabe für freiwillige Sammlerinnen und Sammler an bestimmten Sammelpunkten, ähnlich wie bei der Wupperreinigung.

Vielleicht nimmt sich die Stadt – und insbesondere die Oberbürgermeisterin – dieses Themas an. Denn wenn Sauberkeit wirklich am Herzen liegt, sollte man das Engagement der Bürgerschaft nicht auf eine Antwort der Verwaltung zu beschränken. Den die Frage ging noch ein bisschen weiter „Wer kann hier helfen und würde die BV das unterstützen. “ Keine Ahnung ob in der BV bei der Beantwortung der BV als Gremium erfolgte. Ich war leider an den Beruflich nicht in der Lage gewesen diesen Tages Ordnungspunkt persönlich anwesend zu sein. im Protokoll steht dazu ja nichts. 

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Heute ist ein schöner Tag und ich war noch nicht rausgegangen… Ich glaub ich dreh mal eine kleine runde mit den eigenen Müllsack. Vielleicht ist es ja besser weniger zu fragen und einfach zu machen. Dann gibt es auch keine unpassenden Antworten. 

Quellen 

SessionNet | BV Vohwinkel – 15.04.2026 – 18:30-21:14 Uhr

Testlauf für mehr Sauberkeit auf Plätzen und in Parks

 

 

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