Verkehrswende: Anja Liebert sagt ADFC Unterstützung zu

Bei einem Treffen der Bundestagsabgeordneten mit den Wuppertaler Vertretern waren unter anderem die Förderproblematik und das Konzept Buga+ ein Thema.

MdB Anja Liebert traf sich kürzlich mit Lorenz Hoffmann-Gaubig und Klaus Lang vom ADFC Wuppertal/Solingen.

 

 

Für Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land, steht fest: „Die Verkehrswende muss kommen – und dafür werde ich mich auch in Berlin einsetzen.“ In Wuppertal, Remscheid und Solingen gibt es noch viel Luft nach oben, gerade auch im Bereich Radverkehr. Ein Thema, das natürlich beim Treffen mit Klaus Lang und Lorenz Hoffmann-Gaubig vom ADFC Solingen/Wuppertal zur Sprache kam. Ebenso wie die Unterstützung des Konzeptes Buga+ für die Bundesgartenschau 2031, das für den Radverkehr eine höhere Priorität vorsieht und zudem weitere Initiativen mit ins Boot holen wird. Die ADFC-Vertreter hoffen insgesamt, dass Liebert für den Radverkehr in Wuppertal Impulse setzen kann, insbesondere was den Punkt Förderung angeht.

 

Ziel müsse es sein, dass der Zugang zu den Programmen erleichtert wird. „Kommunen wie Wuppertal haben Probleme, weil Planer*innen fehlen, um sich überhaupt bewerben zu können. Nicht jede Stadt hat fertige Anträge schon in der Schublade liegen.“ Deshalb müssten Programme offener und nicht so eng gestaltet werden, regt Liebert an. Die Personalfrage sei aber eine wichtige, die geklärt werde müsse, „damit Wuppertal von Förderung profitieren kann“. Sie wolle dieses Thema in Kürze auch bei OB Uwe Schneidewind ansprechen.

 

Die Stadt müsse als Arbeitgeber attraktiv werden, damit die Verwaltung nicht immer wieder gute Mitarbeiter*innen verliere, wie auch die beiden ADFC-Vertreter kritisieren. Als Anregung brachte Hoffmann-Gaubig ein, dass Studierende an der Bergischen Universität zum Beispiel die Möglichkeit erhalten, im Rahmen eines Dualen Studiums ihren Praxisteil bei der Wuppertaler Verwaltung etwa im Planungsbereich zu absolvieren. Die Personalknappheit habe zur Folge, dass Wuppertal aktuell zum Beispiel auf dem Papier ein Radverkehrskonzept habe, die Umsetzung aber ins Stocken geraten sei, ärgern sich Lang und Hoffmann-Gaubig.

 

Gleiches gelte im Übrigen auch für den Nahverkehrsplan, dessen Neuaufstellung seit Jahren auf sich warten lässt, wie Liebert erinnert, was zum Teil auch mit den Personalressourcen zu tun hat. Überhaupt sieht die Bundestagsabgeordnete den ÖPNV als ganz wichtigen Punkt, was die dringend erforderliche Verkehrswende angeht. „Das geplante ,9 für 90′-Ticket kann hoffentlich Anreize für den ÖPNV schaffen und erreichen, dass mehr Menschen ihr Auto stehen lassen. Die Umsetzung muss aber sowohl für die Verkehrsbetriebe als auch die Kund*innen unkompliziert sein.“

 

Einig ist sie sich mit den ADFC-Vertretern, dass die Mitnahmemöglichkeiten für Fahrräder im ÖPNV ausgebaut werden müssen – und die Infrastruktur zum Beispiel an und auf dem Weg zu den Bahnhöfen. „Abschließbare Radboxen, sichere Abstellanlagen und mehr Platz für Räder in Zügen. Es müssen noch einige Hürden abgebaut werden, damit Bus und Bahn und das Fahrrad besser verknüpft werden können“, so Liebert.

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