TRILOGIE zum TRIALOG – Impuls-1: MOBILITÄT

MOBILITÄT ist elementar für das Leben in der Stadt. Davon sollte auch niemand ausgeschlossen sein. Ob und welche Zukunfts-Konzepte gibt es? Das solidarische Bürgerticket ist ein Ansatz – wie aber könnte es ausgestaltet sein?

MOBILITÄT – Wie kann die Stadt (W) in Zukunft aussehen?

Ergänzend zur Gesamtnachlese vom 03.07.2015 über die Initiativen-übergreifende Auftaktveranstaltung zur zukunftsfähigen Stadtentwicklung am 30.06.2015 in der Oberbarmer Färberei  und dem zwischenzeitlich erfolgten Rück- und Ausblick vom 22.07.2015 über die Wuppertaler BUND-„ZOFF“- Sommer-Exkursionen 2015 zu aktuell geplanten Neubaugebieten folgen nun die Einzelthemen – beginnend mit dem Impuls zur MOBILITÄT.
Dabei gibt die Reihenfolge keine Wichtigkeit vor. Die Impulse der Experten sind gleichermaßen zu bedenken – für die und unsere – zukunftsfähige Stadt!

TRILOGIE zum TRIALOG – Stadtentwicklung & Klimawandel
BI-Forum Stadtentwicklung oder nur „Verwaltung des Mangels und weiter so“?
Bsp. Wuppertal: knapp 60% PKW, nur 1,5% Radverkehr – viel Luft nach oben!

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Stadt im Spannungsfeld zwischen Maschine und Lebensraum/Heimat

Herr Prof. Dr. Oscar Reutter vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie war einer der Impulsgeber auf dem Podium. Zunächst skizzierte er die Stadt, die heute und zukünftig viele Ansprüche erfüllen muss. Die Stadt ist eine gigantische Maschine, die funktionieren muss. Im Winter soll es warm sein, im Sommer kühl. Die Menschen wollen zur Arbeit und Schule kommen. Das verbraucht Energie. Stadt soll aber auch lebenswert und Lebensraum sein, wo man sich wohlfühlt und zu Hause ist. Damit befindet sich die Stadt im ständigen Spannungsfeld zwischen Maschine und Lebensraum/Heimat. Wie geht das?

Hinzu kommt der Klimawandel

Was ist der Welt-Klimawandel? Wir wollen in der Stadt zu Hause sein und dabei auch dem Klimaschutz gerecht werden. Dann müssen wir was tun! Vorrangig wollen wir das 2° C-Ziel erreichen, d.h. die Welttemperatur soll um nicht mehr als 2 ° C ansteigen, da andernfalls unumkehrbare Prozesse angestoßen werden. Bis 2050 dürf(t)en wir nur noch ca. 80-95% weniger CO2 emittieren – im Vergleich zu 1990. Bis 2050 – DAS klingt weit weg, ist es aber nicht, sondern nur noch gut 34 Jahre. Am ehesten retten wir einen Teil des Weltklimas, wenn wir uns die Bereiche Hausbrand (Heizen) und den Verkehrssektor (Mobilität) vornehmen

Klimaschutzziele ernst nehmen
Das heißt auch: deutlich weniger CO2 verursachen und konkret in Wuppertal:
den Autoverkehr ungefähr zu halbieren – und stattdessen ÖPNV. Rad- und Fußverkehr auszubauen. „Es ist noch ein langer Weg, aber: Da ist aber was in Bewegung“ so der Wissenschaftler. Die Nordbahntrasse ist ein guter Impuls dazu – entstanden im konstruktiven Dialog, Diskurs und auch im Streit. Lt. Herrn Prof. Reutter ist die Nordbahn-Trasse bildlich als Rückgrat zu verstehen, wo gerne noch was dazu kommen darf, um dies ins Gesamtverkehrsnetz zu integrieren.

Modal Split/Verkehrsmittel-Mix
Unübersehbar ist der hohe Anteil an Automobil-Verkehr mit fast 58% ÖPNV, Radverkehr und Fußgänger machen zusammen nur ca. 42% aus. Im ÖPNV steht Wuppertal – auch dank der Schwebebahn recht gut dar. Der Radverkehr machte lange Jahre nur knapp unter 1% aus – schlechter ist nur noch Saarbrücken. Das war einmal. Heute ist Wuppertal Aufsteigerstadt: Der Radverkehr verdoppelte sich nahezu – von 0,9% auf ca. 1,5 %…

vom Welt-Klimawandel bis zur Wuppertaler Nordbahntrasse
Der Wissenschaftler sieht Zukunftspotential für Wuppertal in veränderten Verkehrskonzepten, da die heute vorherrschende Fortbewegung per Auto extrem klimaschädlich ist. Sein Impulsreferat spannte den Bogen weit – von Klimawandel und Weltklimakonferenz mit dem 2°-Ziel über den CO2-Ausstoß durch das Auto zu eher umweltfreundlichen Alternativen „Solche Veränderungen brauchen Raum, sichtbare Umstrukturierungen und Aufmerksamkeit – es gibt noch viel Handlungsbedarf, dies fordern die Menschen aber auch immer mehr ein!

In der anschließenden Diskussion wurde auch das solidarische Bürgerticket kurz angesprochen – vielleicht muss ÖPNV auch anders finanziert werden und wird dann attraktiver und nutzbar für mehr Menschen in er Stadt.

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Fortsetzung folgt

Fortsetzung folgt
Zwar gab es keine fertigen Lösungen, wohl aber weitere wichtige Denkanstöße!
In dieser Form wird es weitere Nachlese/n aus den Impulsen der Auftaktveranstaltung geben. Diese beinhalten auch Themen – wie z. B. Bürgerbeteiligung, Natur/Bildung & EnergiE, Bauen/ Finanzen & Kultur und Wirtschaft/en. Sie alle bieten vielfältige Impulse zur zukunftsfähigen Stadtentwicklung und werden deshalb auch ausdrücklich vom Initiativen-übergreifenden Netzwerk im Rahmen des BI-Forum “TRILOGIE zum TRIALOG” verbreitet!

Vielleicht stellt sich daraus ja die ein oder andere Frage zur Umsetzung – hier in Wuppertal. Im zweiten Schritt der TRILOGIE werden weitere Impulse folgen – und im letzten – dritten – Schritt der TRILOGIE bieten vielfältige Diskussions-Veranstaltungen unterschiedlicher Akteure ab Mitte August – im Vorfeld der Oberbürgermeisterwahl 2015 – gute Gelegenheit, Fragen zu UNSERER – zukunftsfähigen – Stadt an die Wuppertaler Politik/er zu stellen.

TRILOGIE zum TRIALOG
– Gemeinsam – informieren, diskutieren & entscheiden!

TRILOGIE
Erst Impulse von Experten und aus Kunst/Kultur/Natur – dann fragen Bürger/innen die OB-Kandidaten – und gehen am 13.9. zur Wahl! BI/Initiativen laden ein, unterstützen & informieren…

im TRIALOG
Es reicht nicht mehr nur das Zusammenwirken von Parteien und Verwaltung – es braucht den Dreiklang – Politik von Parteien, Verwaltung und Bürgerschaft – inkl. Wirtschaft & Wissenschaft!

 

 

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