Seniorentreff Bromberger Straße: Keine parteipolitischen Spielchen

Die Zukunft des Seniorentreffs Bromberger Straße ist weiter ungewiss. Die CDU fordert deshalb, die Besucher nicht für parteipolitische Zwecke zu instrumentalisieren.

Im zuständigen Betriebsausschuss APH und KIJU wird schon lange versucht, eine vernünftige und angemessene räumliche Lösung für die unterschiedlichen Gruppen zu finden, die den Seniorentreff an der Bromberger Straße besuchen. Auch in der letzten Woche wurde wieder lange gerungen. Auf Einladung der SPD war ein Teil der ZIEL-Gruppe im Ausschuss, die dort auch Gelegenheit erhielt, ihre Arbeit darzustellen. Im Gespräch mit den Teilnehmern außerhalb der Sitzung stellte sich dann heraus, dass die ZIEL-Gruppe aber keinesfalls örtlich an das Objekt an der Bromberger Straße gebunden ist, da die Teilnehmer aus ganz Wuppertal kommen.

Der Betriebsausschuss hat nun in dieser Sitzung einen Prüfauftrag an die Verwaltung gegeben, um zuverlässige Kenntnis über die Kosten einer ansprechenden dauerhaften Sanierung des Gebäudes sowie eines Neubaus verbunden mit dem vorherigen Abriss zu erhalten. Gleichzeitig hat der Ausschuss seinen Wunsch bekräftigt, dass die Besucher des Seniorentreffs bis zur Klärung der Situation bzw. der Schaffung angemessener Ersatzräumlichkeiten weiter in dem Gebäude verbleiben sollen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Ludger Kineke, Sprecher seiner Fraktion im Ausschuss, zieht ein Fazit: „Die CDU-Fraktion wird sich weiterhin im Ausschuss für die berechtigten Interessen der Nutzer des Seniorentreffs einsetzen. Eine Instrumentalisierung dieser Personen mit ihren Schicksalen und dem ehrlichen Wunsch, in Deutschland und der deutschen Sprache heimisch zu werden, für parteipolitische Zwecke halten wir für unangemessen.“

Zur Erläuterung:

Den Seniorentreff Bromberger Straße besuchen unterschiedliche Organisationen, meistens aus dem Seniorenbereich: zum Beispiel ist ZIEL zu nennen (Zusammen in einem Land). Dieses Projekt hilft russischsprachigen Landsleuten, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Deutsche mit meistens langer Unterrichtserfahrung helfen als Lehrerinnen und Lehrer. Bei ZIEL nehmen derzeit ca. 55 Personen an den Projekten teil, gearbeitet wird wöchentlich in der Gesamtgruppe sowie in Einzelgruppen. Daneben sind im Seniorentreff unterschiedliche kleinere Gruppen, zum Beispiel ZWAR-Gruppen (Zwischen Arbeit und Ruhestand). In diesen Gruppen finden sich im Durchschnitt 8 Personen zusammen, aktuell sind es 4 Gruppen im monatlichen Rhythmus. Weiterhin gibt es ein Bürgerfrühstück im zweiwöchigen Rhythmus mit ca. 18 Teilnehmern.

Die Räumlichkeiten des Seniorenzentrums werden auch angemietet, so zum Beispiel von einer Percussion-Schule, die dort Kurse und Workshops anbietet.

Der Seniorentreff an der Bromberger Straße ist in einem sehr in die Jahre gekommenen Gebäude untergebracht, das allenfalls noch einen Notbehelf darstellt. Laut Auskunft des Gebäudemanagements ist davon auszugehen, dass Asbest in Putz- und Spachtelmassen verbaut wurde. Gegen eine Nutzung im derzeitigen Zustand hat das Gebäudemanagement zwar keine Einwendungen. Jedoch gilt unter anderem das Verbot zu bohren, um Asbest nicht freizusetzen. Auch bietet das Gebäude an einer der großen Einfallstraßen Wuppertals keinen ansehnlichen Anblick, insbesondere auch im Hinblick auf die Tatsache, dass nun direkt gegenüber mit viel Geld eine neue Hauptverwaltung für die Wuppertaler Stadtwerke gebaut wird.

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