09.05.2014

Droht auch in Wuppertal das Pflegechaos?

Der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker befürchtet nach einer Expertenanhörung im Düsseldorfer Landtag auch in Wuppertal den massiven Abbau von stationären Pflegeplätzen.

Spieckerhellblau„Die Anhörung im Düsseldorfer Landtag zur Durchführungsverordnung zum Alten- und Pflegegesetz hat es gezeigt: Experten befürchten in den kommenden Jahren einen massiven Abbau der stationären Pflegeplätze auch in Wuppertal.“ Dies berichtete jetzt der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker aus der Landeshauptstadt. Und auch die Pflegeversicherungen, so Spiecker weiter, gingen davon aus, dass bereits in vier Jahren durch die gesetzlich vorgeschriebene Erhöhung des Einzelzimmeranteils in den Pflegeeinrichtungen im Land über 18.000 Pflegeplätze fehlen werden.

„Wo sollen die Menschen dann versorgt werden?“ fragt sich der CDU-Politiker angesichts der Experten-Schilderungen. „Es geht um die alten Menschen in Wuppertal, die zum Teil schwer pflegebedürftig sind und eine stationäre Betreuung benötigen.“ Der vorgelegte Verordnungs-Entwurf des Ministeriums biete keinerlei Anreize für Investoren, in Pflegeplätze in Wuppertal zu investieren; sie führe zu einem Investitions- und Modernisierungsstillstand und bedürfe dringend einer Überarbeitung.

„Jeder von uns soll die Möglichkeit bekommen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden selbstbestimmt wohnen zu können“, betonte Rainer Spiecker. „Wir dürfen aber die Augen nicht davor verschließen, dass wir in den kommenden Jahren auch in Wuppertal eher mehr als weniger stationäre Plätze für alte und pflegebedürftige Menschen benötigen. Dieser Aufgabe wird die vorgelegte Verordnung von Ministerin Steffens in keiner Weise gerecht.“

 

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