Die Waffen nieder! Stoppt den Krieg in der Ukraine!

„Nie wieder Krieg!“ Das war die Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg, der mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begann.

Das Ende waren viele Millionen Tote, traumatisierte Opfer, verwüstete Städte und Landschaften. So etwas sollte „Nie Wieder“ geschehen, deshalb begehen wir jedes Jahr den Antikriegstag. Heute ist Deutschland viertgrößter Waffenexporteur. Mit dem neuen Rüstungspaket der Ampelkoalition steht Deutschland mit seinen Rüstungsausgaben weltweit an 7. Stelle.

Durch den furchtbaren Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine fand ein erschreckender Paradigmenwechsel statt. Die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine verlängert den Krieg und damit das Sterben und die Zerstörung. Sie schaffen keinen Frieden. Schon heute sind die USA, die EU und die NATO immer mehr zur Kriegspartei geworden. Dieser Krieg um Großmachtinteressen der auf ukrainischem Boden ausgefochten wird, kann nur durch Verhandlungen beendet werden – je früher umso besser.

Die Sanktionen schaden nicht nur Russland, sondern auch den Menschen in Deutschland und vielen Regionen dieser Erde. Sie führen zu Inflation, Explosion der Energiepreise und wirtschaftlicher Rezession. Die Folgen sind die Verarmung großer Teile der Bevölkerung, soziale Verwerfungen und schwere wirtschaftliche Schäden.

Die Sanktionen schaden auch dem Klima, weil sie notwendige Investitionen in eine nachhaltige Klimapolitik vertagen oder sogar verhindern. Kohle- und Atomkraftwerke erleben eine Renaissance, ebenso das umweltschädliche Fracking-Gas. Das gefährdet unsere Zukunft.

Das 100 Milliarden Euro schwere Sondervermögen für die Bundeswehr sowie die stetige jährliche Erhöhung des Verteidigungsetats befeuern den weltweiten Rüstungswettlauf. Wir fordern:

  • Kein 100 Mrd. € Sondervermögen für den Krieg! Kein Geld für eine neue Hochrüstung!
  • Dafür Investitionen in Arbeit und Soziales, Bildung, Klimapolitik und aktive Friedenspädagogik
  • Keine Waffenlieferungen in Krisengebiete!
  • Die Waffen müssen schweigen! Dazu muss sich die Bundesregierung für einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen unter Anerkennung der gegenseitigen Sicherheitsbedürfnisse aktiv einsetzen!
  • Für den Frieden und gegen einen neuen Rüstungswettlauf! Gegen eine weitere Militarisierung der Politik!

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Die nächsten Veranstaltungen des Wuppertaler Friedensforums

Mo., 17. Okt., 19.00 Uhr in der „Färberei“ Wuppertal: „Soziale Verteidigung – Alternative oder Utopie?“

Vortrag von Dr. Christine Schweitzer (Bund für Soziale Verteidigung) mit Publikumsgespräch. Moderation: Iris Colsmann; Musik: Ulrich Klan, Robert Dißelmeyer und Lukan Lehmann. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Armin T. Wegner Gesellschaft und dem Wuppertaler Friedensforum, Ort: www.faerberei-wuppertal.de

Vortrag über den Frieden, Do., 10. Nov., 19.00 Uhr in der Unterbarmer Hauptkirche, Martin-Luther-Straße 16, Wuppertal ein. Es spricht der bekannte Publizist und Kritiker Eugen Drewermann.

alle Infos: www.wupff.de oder facebook.com/wuppertaler.friedensforum

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