Die Waffen nieder – ‘rein in den Friedensdienst!

Ostern, der Tag für Friedensdemonstrationen, steht vor der Tür. Das Thema „Weltfriede“ ist hochaktuell, weil auch ein Dritter Weltkrieg vor der Tür stehen könnte.

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In Wuppertal soll am Karsamstag eine Friedenskundgebung stattfinden. Angesichts der angespannten weltpolitischen Lage konnte es ein verstärktes Interesse der Bevölkerung an Friedensdemonstrationen geben.
Der Überfall Israels und der USA auf den Iran trotz dessen Warnungen hat nicht zu dem erhofften schnellen Erfolg geführt. Und nach der Sperrung der Straße von Hormus sucht Donald Trump Staaten, die bereit sind, diesen wirtschaftlich wichtigen Schifffahrtsweg wieder frei zu bekommen. Eine weitere Eskalation der Waffengewalt könnte zu einem Weltkrieg führen. Aber: „Stell‘ dir vor, es ist Dritter Weltkrieg, und kaum einer geht hin – und viele, die nicht hingehen, fordern die Kriegsparteien auf, ihre Waffen niederzulegen.“
Die Bunderegierung hat spontan gesagt, dass sie beim Irankrieg nicht mitmachen will. Und in der Bevölkerung regt sich Widerstand dagegen – wegen der erhöhten Benzinpreise. Wenn es auch noch mehr Kriegstote gibt, wird es wohl insbesondere in den USA wegen des dadurch verursachte Leid noch größeren Widerstand geben. Aus der Bürgerbewegung der USA könnte es wieder di Forderung geben, den Krieg zu beenden, d.h. die Waffen niederzulegen.
Dafür gibt es auch ein europäisches Vorbild. Nachdem Bertha von Suttner sich mit dem Schicksal von Kriegerwitwen auseinandergesetzt hatte, schrieb sie einen Roman, in dem eine junge Frau kriegsbedingt zwei Ehemänner verlor. Im Jahr 1887 erschien dieser Roman unter dem Titel „Die Waffen nieder!“. und sie wurde zu einer prominenten Vertreterinnen der Friedensbewegung. .
Auf andere Art hat sich John F. Kennedy verdient gemacht. Zunächst in der Kubakrise, die dadurch beendet wurde, dass Russland die gerade dort stationierten Mittelstreckenraketen abzog und die USA nicht nur ihre Raketen aus der Türkei abzogen, sondern auch auf Invasionen auf Kuba verzichteten. Kennedy schlug aber auch einen weitern Pfad ein, indem er ein Friedenscorps einrichtete, das in etwa der deutschen Entwicklungshilfe entspricht.
Die zynische Reaktion der Militärs auf die Ablehnung von Kriegstoter
war dann der Einsatz von Marschflugkörpern und Drohnen, die in
„chirurgischen“ Operationen eingesetzt werden. Damit werden aber nur eigene Kriegstote weitgehend verhindert. Wenn dann auch noch statt Wohngebieten Anlagen der essenziellen Infrastruktur angegriffen werden, scheint alles „sauber“ zu sein. Aber die Versorgung der Bevölkerung mit essenziellen Gütern gehört zu den Menschenrechen.
Aber wenn dieser Krig der Automaten nicht zum gewünschten Zil führt, werden wohl schließlich Bodentruppen eingesetzt. Für Einzelne ist es am einfachsten, zu einem solchen Krieg nicht hinzugehen, wenn sie zuvor den Wehrdient aus Gewissensgründen verweigert haben. Aber ein „Ohne mich!“, das ausschließlich in der Verweigerung des Wehrdiensts besteht, reicht unter dem Gesichtspunkt des positiven Friedens nicht aus. Nur die Bereitschaft zu einem freiwilligen sozialen Jahr, das humanitären Zielen dient, macht die Gewissensgründe für die Wehrdienstverweigerung glaubwürdig.
Staaten, die sich auf eine regelbasierte Weltordnung berufen. könnten die anachronistische Idee eines Weltfriedens ablehnen, der auf der Stärken der USA als Hegemonialmacht beruht. Für sie könnte zukunftsweisend die Idee eines Weltfriedens sein, der auf der Grundlage einer globalen nachhaltigen Entwicklung aufbaut – auf der Grundlage einer Kooperation aller Nationen auf Augenhöhe im Rahmen der UNO.

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