Behindertenbeirat und WSW uneins über E-Scooter-Transport in Bussen

Die WSW weigern sich aus Sicherheitsgründen, Behinderte mit sog. E-Scootern in ihren Bussen zu befördern. MdL Josef Neumann bezeichnet das als "unhaltbaren Zustand".

Elektromobile, sogenannte E-Scooter, sind kleine, offene und elektrisch angetriebene Leichtfahrzeuge, die eine Person und etwas Gepäck befördern können. In den letzten Jahren fanden die Scooter vor allem bei Gehbehinderten große Verbreitung.

Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Rollstühlen werden die Scooter jedoch seit kurzem nicht mehr in den Linienbussen vieler NRW-Nahverkehrsunternehmen transportiert. Der Grund sind Sicherheitsbedenken, da sich die Scooter wegen ihres Gewichts und des hohen Schwerpunktes bei Notbremsungen im Bus „selbstständig“ machen und sowohl den Behinderten als auch andere Fahrgäste gefährden könnten. Auch die WSW haben die Beförderung der Leichtfahrzeuge erst einmal eingestellt.

E-Scooter machen Behinderten das Leben leichter -  solange sie damit nicht Bus fahren wollen.E-Scooter machen Behinderten das Leben leichter – solange diese damit nicht Bus fahren wollen. ©Flammingo (gemeinfrei)

Für Josef Neumann, Landtagsabgeordneter aus Wuppertal und Solingen und Inklusionsbeauftragter der SPD-Fraktion, ein unhaltbarer Zustand: „Damit ist das Grundrecht auf Mobilität für Menschen mit Behinderung erheblich eingeschränkt.“ Neumann hält die Praxis der WSW für „problematisch“ und verweist darauf, dass das Land den NRW-Verkehrsunternehmen zur Beförderung von Menschen mit Behinderungen jährlich rund 100 Millionen Euro zur Verfügung stellt.

Das Thema ist noch nicht vom Tisch. Wie Neumann njuuz mitgeteilt hat, hat der Wuppertaler Beirat der Menschen mit Behinderung den WSW-Vorstand zu seiner nächsten Sitzung eingeladen, um das E-Scooter-Problem zu erörtern.

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