28.05.2024

„anders wirtschaften“ – Soll Wirtschaft dem Gemeinwohl dienen?

Im derzeitigen Wirtschaftssystem ist aktuell das Wachstum das oberste Ziel - läßt sich beim Wirtschaften der Menschheit Erfolg auch anders messen und belohnen als rein monetär? - Vortrag von Beate Petersen am 04.06.2024 um 19.30 h in "Die Börse"

Im derzeitigen Wirtschaftssystem ist aktuell das Wachstum das oberste Ziel, um damit den Profit zu maximieren. Daher ist zum Wirtschaften der Menschheit die Frage zu stellen, ob sich ein Erfolg auch anders messen läßt und belohnt werden kann als rein monetär?
Im Grundgesetz der Bundesrepublik und in der Landesverfassung von NRW ist verankert, dass das Eigentum verpflichtet und die Wirtschaft dem Wohl des Menschen dienen soll. Daher erscheint es sinnvoll, Wirtschaft werteorientiert zu betreiben und wertebasiert zu bilanzieren. Dies wird von Pionieren eines anderen Wirtschaftens bereits praktiziert: diese Unternehmen, Kommunen und Organisationen haben ihre Prioritäten bereits geändert. Ihr Ziel ist nunmehr, mehr zum Gemeinwohl beizutragen und nicht mehr länger die Geldvermehrung als Selbstzweck zu sehen. Vielmehr richten sie ihr eigenes Handeln an grundlegenden Werten aus: sie wirtschaften, ohne die ökologischen Grenzen zu über- und die sozialen Grenzen zu unterschreiten. Bei ihren Überlegungen zu einer neuen Wirtschaftsweise werden die Regenerationsfähigkeit natürlicher Ökosysteme und die planetaren Grenzen als Rahmen akzeptiert.

Referentin: Beate Petersen, Dipl. Finanzwirtin, ehrenamtlich engagiert als Klima-Netzwerkerin zu Transformation/Wandel für Klimagerechtigkeit mit BürgerEnergie und Gemeinwohl-Ökonomie – gut für Mensch und Mitwelt

Moderation: Dieter Boden

 

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Kommentare

  1. Norbert Beutel sagt:

    „Bei ihren Überlegungen zu einer neuen Wirtschaftsweise werden die Regenerationsfähigkeit natürlicher Ökosysteme … akzeptiert.“

    Alter Hut in neuer Schachtel

    Seit Jahrhunderten wird dieses System in meiner Heimat Schwarzwald in der bäuerlichen z.B. in der Forst-Wirtschaft praktiziert:
    Der Großvater pflanzt, der Vater pflegt und der Sohn erntet die Bäume.
    Der Sohn wird Vater, der Vater wird Großvater und der Großvater segnet das Zeitliche.
    In diesem funktionierenden Kreislauf lebt man dort seit Jahrhunderten und beschränkt dies nicht nur auf die Forstwirtschaft, sondern auf fast alle Bereiche des Wirtschaftens und der Gesellschaft, der Ökonomie und der Ökologie.

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