15/24 NEMO Neue EnergieMarktOrdnung

Kein Markt funktioniert ohne Regeln, und die für Strom-, Wärme- und Kraftstoffmärkte sind in keiner Weise auf die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien umgestellt worden. Es ist höchste Zeit, dies zu tun!- EEG diente zur Markteinführung, NEMO will Marktregeln.

Schulstreik-Motto in Kiel: …unsere Zukunft…

15/24 Faktencheck zum Themenblock 4 „dezentrale  Versorgungssicherheit“ 

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fake:
„Die Erneuerbaren Energien müssen endlich in den Markt integriert werden!“

Fakt:
Kein Markt funktioniert ohne Regeln, und die für Strom-, Wärme- und Kraftstoffmärkte sind in keiner Weise auf die steigenden Anteile Erneuerbarer Energien umgestellt worden. Diese sind völlig isoliert reguliert, unterliegen unterschiedlichsten Belastungen mit Steuern und Umlagen und werden von längst abgeschriebenen und hochsubventionierten Kraftwerken dominiert. Zudem werden nicht die tatsächlichen Energiekosten abgebildet, da Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie Entsorgungs- und sog. Ewigkeitskosten größtenteils auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. In diese Märkte können die Erneuerbaren Energien nicht sinnvoll integriert werden.

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist nach wie vor das entscheidende Instrument, das diese Verzerrungen auszugleichen versucht und durch den Einspeisevorrang sowie eine langfristig garantierte Vergütung überhaupt den Markteintritt neuer Anbieter ermöglicht und deren Investitionen absichert.

In den vergangenen Legislaturperioden wurde es fahrlässig versäumt, eine zukunftsfähige Marktordnung zu etablieren. Dabei wurden alle konstruktiven Vorschläge, den Erneuerbaren Energien direkte und dezentrale Vermarktungsoptionen zu eröffnen, und damit auch die Belastungen durch die EEG-Umlage zu reduzieren, rundum abgelehnt.

Fazit: Was tun!

Wir brauchen eine NEUE ENERGIEMARKTORDNUNG (NEMO), in der die Erneuerbaren Energien ins Zentrum des Energiemarktes rücken. Die Marktregeln müssen an die Erneuerbaren angepasst werden und nicht umgekehrt. Folgende Eckpunkte müssen darin enthalten sein:

  • Beschleunigter Ausbau der Erneuerbaren Energien und der dezentralen Infrastruktur
  • Konvergenz (Zusammenführen) der Märkte für Strom, Wärme, Kraftstoffe
  • Einführung eines Flexibilitätsmarktes auf Basis des KWK-G und des EEG
  • Diskriminierungsfreier Marktzugang für Speicher und Power-to-X-Technologien
  • Bündelung von Kompetenzen auf dezentraler Ebene bei Stadtwerken und Verteilnetzbetreibern
  • Sofortige Beendigung der direkten und indirekten Subventionen für atomare und fossile Erzeuger und schrittweise Einführung einer Schadstoffsteuer

Hintergrund-Links:  

  • Die Energiewende ist die zivilisatorische Herausforderung für die nächste Bundesregierung Resolution der Eurosolar-Mitgliederversammlung 2017)
    und weitere Memoranden/Resolutionen von EUROSOLAR
    https://www.eurosolar.de/de/index.php/316-argumente/2087-neue-energiemarktordnung
  • Erneuerbare Energien deckten 2018 gut 38 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs wie neue Zahlen von BDEW und ZSW zeigen:
    Keine andere Technologie verzeichnete 2018 einen solchen Zuwachs wie die Photovoltaik – sie lieferte fast 18 Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Nummer Eins unter den Erneuerbaren war einmal mehr die Windkraft an Land. Sie verzeichnete ein Plus von knapp sieben Prozent.
    https://www.pv-magazine.de/2018/12/13/erneuerbare-energien-deckten-2018-gut-38-prozent-des-deutschen-bruttostromverbrauchs/
  • Enyway z.B, zeigt, wie es gehen kann – übrigens ganz im Sinne der neuen EU-Richtlinie, die Prosum unterstützen will: „das sind die neuen Wege für Strom! Gestartet als Online-Marktplatz für nachhaltige Energie, machen wir die großen Stromversorger überflüssig! Mit enyway power suchst du dir deinen persönlichen Stromverkäufer aus und mit enyway change baust du zusammen mit anderen eine Solaranlage. Egal wofür du dich entscheidest: Enyway heißt immer persönlich, transparent und sicher! Und bietet dir nachhaltigen Strom zu den fairsten Preisen.“ https://www.enyway.com/de

 

Aktuell

  • Kattowitz geht in die Verlängerung: Knackpunkt ist der Bezug auf den IPCC-1,5 °-Bericht, in dem beschrieben ist, dass die Begrenzung auf 1,5° Ederwärmung machbar ist und wie
    • Fossile-Energien-Lobby sabotiert Verhandlungen der Weltklimakonferenz. Die Verhandlungen auf der Weltklimakonferenz im polnischen Kattowitz gestalten sich schwieriger als erwartet. Am gestrigen Freitag, dem eigentlich letzten Tag der Konferenz, war nur ein Ergebnis sicher: Die Konferenz geht in die Verlängerung. Bereits am vergangenen Wochenende hatte sich abgezeichnet, dass die diesjährigen Klimaverhandlungen schwierig werden. Die USA, Saudi-Arabien, Russland und Kuweit haben verhindert, dass die Ergebnisse eines Berichts des Weltklimarats von der Konferenz begrüßt werden. Um die Erderhitzung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, so zeigt der Bericht auf, muss bis zum Jahr 2050 komplett aus Kohle, Öl und Gas ausgestiegen werden. https://www.nabu.de/news/2018/12/25653.html
    • Wegen der Uneinigkeit der Teilnehmer dauert die UNO-Klimakonferenz in Kattowitz länger als geplant. Ursprünglich sollte bis gestern eine Abschlusserklärung vorgelegt werden, die von allen 200 Staaten mitgetragen wird. Da dies nicht gelang, wird mindestens noch heute weiterverhandelt. Gestern Abend ergriff eine Gruppe von Staaten die Initiative und rief zu ehrgeizigen Beschlüssen auf. Vertreter der sogenannten „High Ambition Coalition“, zu der auch Deutschland gehört, traten gemeinsam auf, um für klare Vereinbarungen zur Bekämpfung der Erderwärmung zu werben. Der Aufruf wurde von den besonders stark vom Klimawandel bedrohten kleinen Inselstaaten und anderen Entwicklungsländern unterstützt. https://www.deutschlandfunk.de/kattowitz-uno-klimakonferenz-geht-in-die-verlaengerung.2932.de.html?drn:news_id=956208
  • Aufstand vor den Parlamenten: Schüler streiken fürs Klima
    • „Wir können nicht für die Zukunft lernen, wenn wir keine haben“:
      Von Kiel über Köln bis München haben Schüler den Unterricht geschwänzt. Sie wollen die Politiker in Katowice bewegen, mehr für den Klimaschutz zu tun. In mehreren Städten Deutschlands haben Schüler den Unterricht geschwänzt, um für mehr Klimaschutz zu demonstrieren. Unter dem Motto „Wir streiken, bis ihr handelt!“ gab es unter anderem in Köln, Hamburg, München, Aachen, Karlsruhe und Osnabrück Protestaktionen vor den Rathäusern. http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/schulstreik-fuer-das-klima-schueler-von-kiel-bis-muenchen-schwaenzen-den-unterricht-a-1243781.html
    • Deutsche Schüler streiken wie ihr Vorbild Greta Thunberg (15) für Klimaschutz „Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben“ Deutsche Schüler haben heute in vielen Städten gestreikt, ein starkes Zeichen für den Klimaschutz. Sie schließen sich damit weltweiten Schülerstreiks an. „Es ergibt für uns keinen Sinn, für die Zukunft zu lernen, wenn wir vielleicht keine haben“, sagt Jakob Blasel, der den Protest in Kiel anführt. Vorbild für die deutschen Schüler ist Greta Thunberg. Die 15-jährige Schwedin ist mit ihrem Schulstreik bekannt geworden. Sie ist bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz zu Gast. Was Greta dort von den fast 200 Teilnehmerstaaten fordert, sehen Sie im Video. (Quelle: www.rtl.de) https://www.rtl.de/cms/deutsche-schueler-streiken-wie-ihr-vorbild-greta-thunberg-15-fuer-klimaschutz-4266011.html
    • In Wuppertal ging der TalMarkt 2018 online – und wählte die Bergische BürgerEnergieGenossenschaft www.bbeg.de als Vertragspartner aus. Das Testjahr läuft…
      Tal.Markt – bergisch. nachhaltig. einzigartig.
      Möchten Sie Strom aus regionalen erneuerbaren Quellen beziehen, über die sie selbst entscheiden? Oder möchten Sie Ihren selbsterzeugten Strom an Kunden in Ihrer Nachbarschaft verkaufen? Der Tal.Markt, als digitaler Energiemarktplatz für Wuppertal, macht beides möglich. https://www.wsw-online.de/wsw-energie-wasser/privatkunden/produkte/strom/talmarkt/

Patenschaft:  

EUROSOLAR – Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien e.V. www.eurosolar.org

EnergiE zum Leben, auch in W-Nord www.w-nord.de

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