28.01.2026Uli Schmidt
Mündlicher BUGA-Bericht in der BV Elberfeld West lässt viele Fragen offen
In der Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld West am 29. Januar war Susanne Bramboar-Schulz von der BUGA gGmbH als Berichterstatterin zu Gast. In einem mündlichen Bericht informierte sie über den aktuellen Stand der Planungen zur BUGA 2031.
Als Gast der Bezirksvertretung ist es bekanntlich nicht vorgesehen, im Anschluss Fragen zu stellen. Dabei hätte der Vortrag reichlich Anlass dazu geboten. Bramboar-Schulz berichtete ausführlich über den freiraumplanerischen Wettbewerb, dessen Ablauf sowie über die Auswahl der Siegerentwürfe. Die Jury habe sich hierfür einen ganzen Tag Zeit genommen und die verbliebenen Entwürfe in der Stadthalle Wuppertal intensiv begutachtet.
Die prämierten Entwürfe sind derzeit im BUGA-Ladenlokal einsehbar und sollen in der kommenden Woche für einige Tage im Lichthof des Rathauses Barmen ausgestellt werden. Unklar bleibt jedoch, inwieweit sich die politischen Vertreter*innen bereits mit den Ergebnissen auseinandergesetzt haben. Angesichts der Auswirkungen, die die Wettbewerbsergebnisse auf die betroffenen Stadtteile haben werden, wäre dies dringend geboten.
Einige Fragen zum Umfeld der geplanten Hängebrücke wurden zumindest angerissen. Dabei deutet sich an, dass insbesondere die Kaiserhöhe während der BUGA 2031 zu einer verkehrlichen Sackgasse werden könnte. Ein schlüssiges Konzept, wie die Kaiserhöhe sinnvoll in das BUGA-Mobilitätskonzept (MOVE) eingebunden werden soll, scheint bislang nicht vorzuliegen.
Auffällig war zudem, dass der Blick der BUGA gGmbH offenbar vor allem auf den Zeitraum bis zur Durchführung der BUGA gerichtet ist. Fragen zur Zeit danach wurden eher an Politik und Stadtverwaltung zurückgespielt. Ob diese Zuständigkeitstrennung jedoch dazu führt, dass sich die Bezirksvertretung rechtzeitig und konkret mit den absehbaren Herausforderungen befasst, bleibt fraglich.
Eine Verbindung der Kaiserhöhe zur Nordbahntrasse scheint derzeit jedenfalls nicht im wirklichen Fokus der BUGA gGmbH zu stehen. Auch bei den Themen Seilbahn und Parkhaus am Zoo ließ sich zwischen den Zeilen herauslesen, dass es weiterhin weder einen Betreiber noch einen Investor gibt, der bereit ist, diese Projekte tatsächlich umzusetzen. Zudem ist noch ungeklärt, wie Seilbahn und Parkhaus konzeptionell miteinander verknüpft werden sollen.
Inhaltlich blieb der Bericht damit – wie so oft – bei vielen allgemeinen Aussagen und ließ konkrete Antworten vermissen. Dies, obwohl die BUGA gGmbH bereits seit Mai 2024 die Planungsverantwortung übernommen hat. Vieles befinde sich noch „im Fluss“ – auch wenn die Wupper selbst bekanntermaßen kein Bestandteil der BUGA sein wird.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Bezirksvertretung Elberfeld West in den kommenden Monaten intensiver und kritischer mit den offenen Fragen auseinandersetzt. Der bloße Empfang oberflächlicher Berichte dürfte angesichts der Tragweite der BUGA-Planungen kaum ausreichen.
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