Von Holzbauwelten und Walfischen

Kinder bauen eine Holzstadt, singen das Jona-Musical und gestalten dabei Kirche mit: In der Gemeinden Beyenburg-Laaken und reformiert Ronsdorf standen ihre Ideen jetzt im Mittelpunkt.

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Kinder bauen eine Holzstadt, singen das Jona-Musical und gestalten dabei Kirche mit: In der Gemeinden Beyenburg-Laaken und reformiert Ronsdorf standen ihre Ideen jetzt im Mittelpunkt.

60.000 Holzsteine, aus denen Hochhäuser und Türme, Brücken und Straßen, sogar ein Stadion und eine Kirche entstanden sind: Die Kinder, die im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Beyenburg-Laaken am vergangenen Wochenende ihre eigene Großstadt gebaut haben, waren ausgesprochen fleißig. „Manche haben sich in Gruppen zusammengetan, um ein Haus zu errichten, andere haben alleine an einer filigranen Wendeltreppe gebaut“, erzählt Gemeindepfarrer Kai Berger.

Einfach sei es für die rund 30 Kinder im Alter zwischen sechs und 12 Jahren jedenfalls nicht gewesen, mit den Kaplasteinen ohne Nägel und Kleber eine Holzwelt zu erschaffen. „Umso beeindruckter war ich von der Kreativität, Phantasie und der konzentrierten Baulust der Kinder“, sagt der Pfarrer.

Kinder mit Kirche vertraut machen

Das Projekt „Holzbauwelt, mit dem der Bibellesebund in seiner Gemeinde zu Gast war, passt für den Theologen sehr gut zu seiner Kirche in Beyenburg, die viel auf Natur und Nachhaltigkeit setzt – und mit ihren monatlichen Connect-Gottesdiensten gezielt Familien mit Kindern ansprechen möchte. „Wir wollen Kinder vertraut machen mit Kirche und ihnen zeigen, dass sie für uns wichtig und willkommen sind“, sagt Berger. „Mit all ihren Ideen und Fragen und ihrer Lust, Neues zu entdecken.“

Dazu gehören auch die biblischen Geschichten, mit denen viele Kinder nicht mehr vertraut sind, die sie aber dennoch faszinieren, wie der Pfarrer immer wieder in seinen Schulgottesdiensten beobachten kann. Sie sind im Projekt der Holzbauwelt integriert – genauso wie Lieder, Spiele und Bewegung. Ihre Bauwerke konnten die Kinder nach dem monatlichen Connect-Familiengottesdienst präsentieren und zum Einsturz bringen. „Das hat dann zum Schluss allen besonders viel Spaß gemacht.“

Biblische Geschichte modern in Szene gesetzt

Der coole Jona mit Sonnenbrille und Stohhut will sich dem Auftrag Gottes entziehen.

In Ronsdorf war dagegen musikalische Kreativität gefragt. Monatelang hatten 21 Kinder und Jugendliche geprobt, um die biblische Geschichte von Jona im aktuellen Look mit zeitgemäßen Bezügen im Gemeindehaus der reformierten Kirche als Musical auf die Bühne zu bringen.

So rekelt sich Jona ganz entspannt mit Sonnenbrille, Strohhut und Rucksack auf einem Liegestuhl, als ihn der Auftrag Gottes ereilt. Er soll in die Stadt Ninive reisen und den Bewohnern verkünden, dass Gott sie und ihre Stadt vernichten wird. Doch das möchte Jona nicht. „Ich will in die andere Richtung, ich fahre übers Meer, so weit, dass Gott mich nicht finden kann.“

Rock, Jazz und viele Gags

Mit bluesig-rockiger und jazziger Musik, witzigen Gags und Videobildern, die zu den jeweiligen Spielszenen passten, begeisterten die jungen Schauspieler das Publikum im voll besetzten Saal der reformierten Gemeinde Ronsdorf.

„Das Musical ist ein Erlebnis nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für die ganze Familie“, betonte Kirchenmusikerin Silke Schneider. Damit hatte sie recht: Zur Aufführung des Musicals „Jona – Unterwegs im Auftrag des Herrn“ kamen viele Eltern, Großeltern und Geschwister der jungen Darsteller.

Text: Sabine Damaschke (mit WZ)
Fotos: Kai Berger, Andreas Fischer (WZ)

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