Trinkwasser sparen durch Nutzung von Regenwasser

In Deutschland verbraucht jede Person durchschnittlich rund 120 Liter Wasser pro Tag.

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Ein erheblicher Teil davon wird für Anwendungen genutzt, die keine Trinkwasserqualität erfordern. „Allein auf die Toilettenspülung entfallen etwa 27 Prozent, auf das Wäschewaschen 12 Prozent und auf Gartenbewässerung sowie Reinigungsarbeiten weitere 6 Prozent“, berichtet Lisa Barthel, Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW in Wuppertal. „Das macht zusammen fast die Hälfte unseres täglichen Verbrauchs. Mit einfachen Maßnahmen könnten wir diesen durch Regenwasser oder aufbereitetes Brauchwasser reduzieren.”

Bei den immer häufigeren auftretenden Hitze- und Trockenphasen ist die Nutzung von Regenwasser in Haus oder Garten eine sofort wirksame und technisch unkomplizierte Möglichkeit, den Trinkwasserbedarf spürbar zu senken und gleichzeitig das eigene Grundstück wasserbewusster und klimaangepasster zu gestalten.

Im Außenbereich

Regenwasser als kostenlose Ressource kann dabei helfen, Trinkwasser zu sparen und die Umwelt zu entlasten. Mit dem richtigen Speicher lässt sich viel wertvolles Wasser einsparen. Gleichzeitig kann der Garten nachhaltig und ressourcenschonend bewirtschaftet werden. Für jeden Garten, jeden Platz und jedes Budget gibt es passende Lösungen: vom platzsparenden Wandtank, der klassischen Regentonne, einem großen IBC-Container bis zur Anschaffung einer großvolumigen Zisterne.

Im Innenbereich

Um Regenwasser im Gebäude als Brauchwasser beispielsweise zur Toilettenspülung, zum Wäschewaschen oder zur Reinigung zu nutzen, braucht man eine fachgerecht installierte Regenwassernutzungsanlage mit einem zweiten, klar getrennten Leitungsnetz. Der Einbau einer solchen Anlage muss von einem Heizung- und Sanitärfachbetrieb erfolgen. Wird diese sachgemäß betrieben, entstehen weder Komforteinbußen noch hygienische Nachteile. Die Nutzung im Alltag ist genauso komfortabel wie mit Trinkwasser. Toilettenspülung und Waschmaschine funktionieren wie gewohnt. Voraussetzung ist eine fachgerechte Installation nach den einschlägigen Vorschriften und dem Stand der Technik sowie eine regelmäßige Wartung. Dann ist die Versorgung über den Speicher mit automatischer Nachspeisung zuverlässig sichergestellt. Hygienische Nachteile sind dabei nicht zu erwarten, da Regenwasser ausschließlich für Nicht-Trinkwasserzwecke genutzt wird, und das Regenwasser-Leitungsnetz weiterhin strikt vom Trinkwassernetz getrennt bleibt.

Kanalisation und Klärwerke entlasten

Um Kanalisation und Kläranlagen zu entlasten, sollte Regenwasser möglichst auf dem eigenen Grundstück zurückgehalten und genutzt werden. Etwa durch Sammlung und Verbrauch im Garten oder durch Versickerung. Nur so gelangt bei Regen weniger Niederschlagswasser in die Abwasserkanäle und das Risiko von Überlastungen sinkt. Gleichzeitig lässt sich Trinkwasser einsparen und damit der Frischwasserverbrauch reduzieren. Bei der Abwassergebühr hängt die finanzielle Einsparung von den Regelungen der jeweiligen Kommune ab: Regenwasser, das im Haushalt genutzt wird, gelangt weiterhin in die Kanalisation. Der größte Gewinn liegt daher oft im ideellen und ökologischen Effekt – man geht verantwortungsvoller mit der Ressource Wasser um und trägt ganz konkret dazu bei, Abwassersysteme und Umwelt zu entlasten.

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