Entlastungssammler Wupper: Startschuss für die Baustelle in der Tiefe

Der Entlastungssammler Wupper sorgt dafür, dass nur sauberes Regenwasser in die Wupper gelangt. Jetzt wird er in Richtung Osten weiter ausgebaut. Der Startschuss erfolgt mit der Verlegung der Busspur am Alten Markt aus der Mittelspur nach Norden am 13. Februar.

Mit der Verlängerung des Sammlers wird die Wasserqualität der Wupper weiter verbessert.

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Der Entlastungssammler Wupper ist das zentrale und wichtigste Bauwerk zur Regenwasserbehandlung der Stadtentwässerung und damit zur Reinhaltung der Wupper.

Wenn es regnet, nimmt das über die Straßen abfließende Regenwasser diverse Schadstoffe wie Schwermetalle, organische Verbindungen und Mikroplastik auf, transportiert diese über die Gullys in die Kanalisation und schließlich in die Wupper. Diese Schadstoffe gehören nicht in die Wupper, sie müssen dem Regenwasser vorher entzogen, einer Regenwasserbehandlungsanlage zugeführt und dort gereinigt werden.

Der Entlastungssammler, der das verunreinigte Regenwasser zur Kläranlage Buchenhofen zur Reinigung transportiert, beginnt heute in Rutenbeck und endet nach rund zehn Kilometern – entgegen der Fließrichtung – in der Busspur am Alten Markt in Barmen.

Gefährdungspotential verringert

Um das verunreinigte Regenwasser der östlichen Stadtbezirke Barmen und Wichlinghausen aufzunehmen und einer Reinigung zuzuführen, verlängern der Eigenbetrieb Wasser und Abwasser Wuppertal (WAW) und die WSW Energie & Wasser AG (WSW) denvorhandenen Entlastungssammler nach Osten in Richtung Schwelm um rund 1,5 Kilometer bis zur Wichlinghauser Straße. Neben der Schadstoffreduzierung in der Wupper und der dadurch erzielbaren Reduzierung der Abwasserabgabe bietet die Verlängerung den Vorteil, dass das Gefährdungspotential durch Starkregen zukünftig auch für Barmen und Wichlinghausen reduziert wird. Zudem kann der Sammler als Umleitung für Inspektions- oder Sanierungsarbeiten am Schmutzwasserhauptsammler benutzt werden.

Vier Baugruben

Die Verlängerung des Entlastungssammlers verläuft entlang der B7, in einer Tiefenlage von neun bis zehn Metern, mit einem Durchmesser von zwei Metern. Um die Einschränkungen durch die Baumaßnahme so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Herstellung mit einem unterirdischen Rohrvortrieb.  Das Baukonzept sieht vor, für die vier Press- und Bergegruben und für zusätzliche Schachtbauwerke – wo möglich – Parkplätze, Grünstreifen oder Busspuren zu nutzen, um so die Eingriffe in den Straßenraum zu minimieren. Dennoch lassen sich Einschränkungen nicht gänzlich vermeiden. In den Baustellenbereichen wird die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert, es wird zu Verschwenkungen von Fahrspuren und an der Bachstraße die Verringerung von zwei auf eine Fahrspur kommen. Parkplätze werden temporär wegfallen, es wird zu Einschränkungen im Andienungsbereich von Geschäften kommen, am Alten Markt werden Taxi- und Busspuren verlegt. In einzelnen Bereichen müssen die Geh- und Radwegbreiten verringert bzw. Geh- und Radwege umgeleitet werden.

Tag der Offenen Baustelle

Auf der Homepage der WSW wird fortlaufend über den Bauablauf informiert, die Infos sind hier zu finden.Während des ersten Bauabschnitts werden Bürgerinnen und Bürger zum „Tag der offenen Baustelle einladen. Der genaue Zeitpunkt hängt vom Baufortschritt ab und steht somit noch nicht fest.Die Maßnahme wird in zwei Bauabschnitten realisiert:Bauabschnitt 1: von Alter Markt bis Bredde/Pfälzer Steg (ca. 1 km), Bauzeit 2023-2025Bauabschnitt 2: von Bredde bis Wichlinghauser Straße (ca. 500m), Bauzeit 2025-2027Die Bauzeit beträgt voraussichtlich insgesamt fünf Jahre, die Baukosten für den ersten Bauabschnitt betragen ca. 14,1 Millionen Euro netto.

Quelle: Stadt Wuppertal

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