09.01.2026evangelisch wuppertal
„Ein Platz am Tisch“ wirbt um Paten
Für viele Kinder und Jugendliche in Oberbarmen ist ein warmes Mittagessen keine Selbstverständlichkeit. Die Gemeinde Gemarke-Wupperfeld sucht nun Patinnen und Paten, die das kostenlose, gesunde Mittagessen im Schülercafé SCOT mitfinanzieren.

Jonas Sträßer (vorne), Pfarrer Manuel Stötzel und Björn Malkus (v.l.) suchen Patinnen und Paten.
Für viele Kinder und Jugendliche in Oberbarmen ist ein warmes Mittagessen keine Selbstverständlichkeit. Die Gemeinde Gemarke-Wupperfeld sucht nun Patinnen und Paten, die das kostenlose, gesunde Mittagessen im Schülercafé SCOT mitfinanzieren.
Schon seit über 25 Jahren bietet das Schülercafé SCOT der Gemeinde Gemarke-Wupperfeld Kindern und Jugendlichen im Wuppertaler Stadtteil Oberbarmen eine warme Mahlzeit, Hilfe bei den Hausaufgaben, Einzelnachhilfe und verschiedene Freizeitangebote.
In Oberbarmen haben etwa 40 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund, ein Drittel ist abhängig von staatlichen Unterstützungsleistungen. Eine bunte Mischung aus mehr als 19 Nationen unterschiedlichster Konfessionen kommt täglich ins SCOT. Das kostenlose Mittagessen wird von rund 40 Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren täglich genutzt.
Kostenloses Mittagessen für ein Jahr
„Um weiterhin jedem Kind einen Platz am Tisch zu sichern, benötigen wir finanzielle Hilfe“, sagt Pfarrer Manuel Stötzel und wirbt um Mittagessen-Patenschaften für die Kinder in Oberbarmen, wobei an die Spendenbereitschaft von 7,50 Euro bis zu einer Voll-Patenschaft von 540 Euro appelliert wird, bei der ein Kind ein Jahr lang einen Platz am Tisch hat.
Spendenportal
Spenden für das Patenschaftsprojekt „Ein Platz am Tisch“ können über betterplace.org und die Sparkassen Plattform unter diesem Link erfolgen. Dort gibt es auch eine Spendenquittung.
„Es geht uns dabei nicht nur um gesunde Ernährung, sondern auch darum, dass das Essen im SCOT für die Kinder und Jugendlichen ein schönes Gemeinschaftserlebnis ist, in dem sie einen respektvollen Umgang miteinander lernen“, betont Manuel Stötzel. „Manchmal sind auch ein offenes Ohr und tröstende Worte nötig, beispielsweise bei schulischen Problemen oder Streit mit Freundinnen oder Freunden. Dann sind die Mitarbeitenden im Jugendzentrum für die Kinder und Jugendlichen da und unterstützen sie.“
Gesundes Essen kostet
Für die Herstellung des täglichen Menüs sind Köche von Vitesca Wuppertal zuständig, die sich auf Schul- und Kindergarten-Catering spezialisiert haben. Die vorbereiteten Bestandteile der Mahlzeit werden in der Küche des Schülercafés in einem Konvektomat fertiggekocht.
„Das Essen hier besteht vor allem aus Gemüse, aber auch aus Geflügelfleisch (kein Schweinefleisch) und ist oft die erste und einzige warme Mahlzeit, die den Kindern am Tag vorgesetzt wird“, erklärt Jugendleiter Björn Malkus, während sein Kollege Jonas Sträßer auch auf die Tischregeln hinweist, nämlich, dass sich die hungrigen Gäste zunächst mit Geschirr versorgen und dann diszipliniert anstellen müssen.
Der respektvolle und wertschätzende Umgang miteinander gilt auch für die Hausaufgabenbetreuung und das Entspannen am Kicker und Billardtisch, beim Tischtennis oder beim Computerspiel. Auch eine gemütliche mit vielen Kissen ausgestattete Ruheecke gibt es im SCOT. „Für viele ist unser Schülercafé SCOT zu einem zweiten Zuhause geworden“, sagt Björn Malkus.
Text: Sabine Damaschke (mit WZ)
Foto: Anna Schwartz (WZ)
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