Drei „Humanistische Abende“ anlässlich des 500. Todestags von Johannes Reuchlin

Erster Abend: 30. August / Der Pfefferkorn-Reuchlin-Streit und die Dominikaner in Köln. Antijudaismus zwischen Scholastik und Humanismus Zoom-Vortrag von Pater Elias H. Füllenbach OP, Düsseldorf

Vor 500 Jahren, am 30. Juni 1522, starb der Humanist, Jurist und Diplomat Johannes Reuchlin, geboren 1455 in Pforzheim. Als ausgewiesener Kenner und Liebhaber der hebräischen Sprache, sprach sich Reuchlin im sogenannten „Streitschriftenkrieg“ über hebräische jüdische Literatur für deren Schutz und Bewahrung aus, nahezu als Einziger. Wegen dieser Position wurde er von den Kölner Dominikanern der Ketzerei angeklagt. Der Vortrag wirft ein neues Licht auf eine der wichtigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses in der frühen Neuzeit.

 

Termin: Dienstag, 30. August 2022, 19.00 Uhr

Ort: Zoom-Vortrag

Die Teilnahme ist kostenlos, aber für eine Spende zur Deckung unserer Kosten danken wir herzlich: IBAN: DE23 3305 0000 0000 9445 46

Anmeldungen bei: info@alte-synagoge-wuppertal.de.

Die Zoom-Einwahldaten werden am Nachmittag des Termins zugeschickt.

Pater Elias H. Füllenbach ist Theologe und Kirchenhistoriker und seit 2014 Prior des Düsseldorfer Dominikanerklosters. Er leitet das Institut zur Erforschung der Geschichte des Dominikanerordens im deutschen Sprachraum, Köln.

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Zweiter Abend: Josel von Rosheim und seine Biografin Selma Stern – Zoom-Vortrag von Dr. Marina Sassenberg, Duisburg

Termin: Mittwoch, 31. August 2022, 19.00 Uhr

Ort: Zoom-Vortrag

Die Teilnahme ist kostenlos, aber für eine Spende zur Deckung unserer Kosten danken wir herzlich: IBAN: DE23 3305 0000 0000 9445 46 Anmeldungen bei: info@alte-synagoge-wuppertal.de.

Im Jahr 1959 veröffentlichte Selma Stern (1890-1981) eine große und grundlegende Biografie über Josel von Rosheim (1476-1554), den „Anwalt der Juden“ und eine Lichtgestalt des Humanismus. Selma Stern, die „große alte Dame der deutsch-jüdischen Geschichtsforschung“, entwickelte vor dem Hintergrund ihres eigenen Lebenswegs 400 Jahre später die historische Figur des Josel, mit Empathie und Subjektivität und großem wissenschaftlichen Aufwand. Sie schuf damit ein bis heute unüberholtes Werk zu humanem Handeln in inhumanen Zeiten.

Dr. Marina Sassenberg ist freiberufliche Historikerin. Sie veröffentlichte zu Leben und Werk Selma Sterns sowie zur deutsch-jüdischen und europäisch-jüdischen Geschichte. 

 

Die Zoom-Einwahldaten werden am Nachmittag des Termins zugeschickt.

Vorschau: Der 3. Humanistische Abend findet am 2.11.2022 statt (s. www.alte-synagoge-wuppertal.de)

 

Kontakt und Informationen: T 0202-563.2843 | E info@alte-synagoge-wuppertal.de | www.alte-synagoge-wuppertal.de

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