13.03.2026Claudia Otte
Baustart am Wupperplatz Ost: Platz verbindet Erinnerung, Aufenthaltsqualität und Biodiversität
Zentrales Element der Neugestaltung ist die sogenannte Multicodierung des Stadtraums: Der Wupperplatz Ost soll künftig mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen – als Ort des Erinnerns, als grüner Aufenthaltsraum im Quartier und als Beitrag zu einer klimaangepassten und biodiversitätsfreundlichen Stadtentwicklung.
„10+1 Bäume für die Opfer des NSU“
Im Zuge der Umgestaltung werden im Rahmen des Mahnmals für die Opfer des NSU 10+1 neue Bäume gepflanzt. Der Platz soll so an die Opfer der rechtsextremen Terrorserie des sogenannten NSU erinnert. Die Gedenkinitiative „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ wurde in mehreren deutschen Städten bereits umgesetzt, um die Opfer des NSU und anderer rassistischer Gewalt zu ehren. Der nun gewählte Ort ist bewusst in den Stadtraum integriert und Teil eines Gesamtkonzeptes, das Erinnerung nicht isoliert, sondern als Bestandteil des alltäglichen urbanen Lebens sichtbar macht.
Neben dem Beitrag zur Erinnerungskultur soll der Platz zu einer ökologischen Aufwertung des urbanen Raums beitragen: Gemeinsam mit vielfältigen Staudenpflanzungen sollen die Bäume das Mikroklima verbessern, Schatten spenden und Lebensräume für Insekten und andere Tiere schaffen. Die Pflanzungen sind gezielt so gewählt, dass sie einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität leisten und gleichzeitig das Erscheinungsbild des Platzes deutlich aufwerten.
Erinnerung, ökologische Qualität und Aufenthaltsfunktion
„Mit der Neugestaltung des Wupperplatzes Ost entsteht ein zeitgemäßer Stadtraum, der verschiedene Ebenen miteinander verbindet – Erinnerung, ökologische Qualität und Aufenthaltsfunktion“, sagt die zuständige Dezernentin Dr. Kathrin Linthorst. „Die Multicodierung ermöglicht es, dass der Platz gleichzeitig Ort des Gedenkens, der Begegnung und der ökologischen Aufwertung sein kann.“
Die Umgestaltung des Wupperplatzes Ost wird planmäßig etwa fünf Monate betragen. Danach soll der Platz ein offener, grüner und vielfältig nutzbarer Stadtraum sein, der einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Entwicklung des Quartiers leistet.
Quelle: Stadt Wuppertal
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