04.12.2012

10 Thesen zum Ehrenamt

Bürgerbad, Flohmarkt, Nordbahntrasse, ... Viele Projekte in Kommune, Verein oder Kirchengemeinde werden von Ehrenamtlichen organisiert. Ihre Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Profis ist fruchtbar bis kontraproduktiv. In Vohwinkel war das Ehrenamt zuletzt Gegenstand einer Demonstration.


Anlass genug für 10 Thesen zum Ehrenamt, in denen sich Haupt- wie Ehrenamtler wiederfinden können:

1. Ehrenamtler setzen sich dort ein, wo sie es für sinnvoll halten und verantwortliche Hauptamtler mindestens nichts dagegen haben. Sie können nicht beliebig abgezogen oder versetzt werden. Andernfalls werden Ehrenamtler zu Sklaven.

2. Wer überlegt, angebotene ehrenamtliche Arbeit zu erlauben, einzuschränken oder zu verbieten, ist im Irrtum. Solange sie unter dem Strich mehr Nutzen als Schaden stiftet, stellt sich nur die Frage nach ihrer wirkungsvollen Einbindung und Förderung.

3. Wer Ehrenamtlern mangelnde Professionalität vorwirft, ist im Irrtum. Ehrenamt ist das Gegenteil von Hauptamt, daher besteht gar kein Anspruch auf Professionalität. Übrig bleibt nur die absurde Kritik an einer geschenkten Arbeitsleistung.

4. Ehrenamtler können jederzeit kündigen. Sie tun das, wenn sie keine Lust mehr haben.

5. Ehrenamtler verlieren die Lust, wenn ihnen regelmäßig wichtige Informationen vorenthalten oder notwendige Auslagen nicht erstattet werden.

6. Ehrenamtler verlieren die Lust, wenn sie sich in einer gespannten Arbeitsatmosphäre durchsetzen müssen.

7. Ehrenamtler verlieren die Lust, wenn man sich an sie gewöhnt und anfängt, ihre Leistung einzufordern.

8. Ehrenamtler behalten die Lust, wenn sie gelegentlich ehrliche öffentliche Anerkennung erfahren.

9. Ehrenamtler behalten noch mehr Lust, wenn sie durchgehend aufmerksame Unterstützung erfahren.

10. Ehrenamtler bleiben im Amt, wenn ihre Arbeit erfolgreich ist.

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