Oskar Schlemmers ‚Fensterbilder’ Gegenstand der Lesereihe ENGELSGARTENTEXTE

Mit einem literarischen Höhepunkt geht die Spielzeit für die erfolgreiche Reihe ENGELSGARTENTEXTE vom Schauspiel der Wuppertaler Bühnen am 5. Mai 2015 zu Ende: ‚Döppersberg 24: Wunder des Sichtbaren’

Oskar Schlemmers 1942 in Wuppertal entstandene ‚Fensterbilder’ sind am 5. Mai 2015 in literarischer Spiegelung am Ort ihres Entstehens bei der Lesereihe ENGELSGARTENTEXTE des Schauspiels der Wuppertaler Bühnen zu erleben. ‚Döppersberg 24: Wunder des Sichtbaren’ lautet der Titel des Abends, an dem mit Oskar Schlemmers Serie ‚Fensterbilder’ das letzte Werk des von den Nazis geächteten Künstlers vorgestellt wird.

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14.11.04_logo_engelsgartentexteIn der AutorInnen-Lesereihe stellt das Schauspiel Wuppertaler Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Gegenwart und Vergangenheit vor. ©Sebastian Klement

Es handelt sich um briefblattgroße Malereien aus dem Jahr 1942, die den Ausblick von Schlemmers Wohnung im Haus Döppersberg 24 zeigen, meist Fenster mit dahinter liegenden belebten Räumen, gesehen und festgehalten vor Beginn der vorgeschriebenen abendlichen Verdunklung. Schlemmer, der während des Krieges das Versuchslabor einer Wuppertaler Lackfabrik leitete, glaubte mit dieser Serie den Schlüssel zu seiner künstlerischen Schaffenskraft wieder gefunden zu haben, doch er starb bereits im folgenden Jahr. Das Haus Döppersberg 24 wurde beim großen Luftangriff auf Elberfeld zerstört. So sind die ‚Fensterbilder’ zum Testament des Künstlers geworden, gleichzeitig aber auch zu Zeitzeugen der Kriegsjahre in Nazi-Deutschland.

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Im Rahmen der ENGELSGARTENTEXTE werden jedoch nicht die kleinen Kostbarkeiten aus Schlemmers Hand gezeigt – die befinden sich in einem Basler Museum – sondern ihre aktuelle Spiegelung in der Literatur. Auf Initiative des Wuppertaler Autors und Liederdichters Arnim Juhre haben sich über 20 Autoren aus dem Tal die ‚Fensterbilder’ zum Thema genommen und jeweils zu einzelnen dieser Ausblicke ihre Texte geschrieben. So erlebt Schlemmers letztes Werk am Ort seiner Entstehung eine einmalige aktuelle Würdigung.

‚Wunder des Sichtbaren’ findet am 5. Mai 2015, 20.00 Uhr, im Kronleuchterfoyer des Opernhauses statt.

Ihre Teilnahme haben zugesagt die AutorInnen:

Dieter Jandt, Marina Jenkner, Arnim Juhre, Jürgen Kasten, Karl Otto Mühl, Dorothea Müller, Matthias Rürup, Andreas Steffens, Ingrid Stracke, Wolf-Christian von Wedel Parlow, Gunter Wollschläger, Günter Wülfrath, Friederike Zelesko, Michael Zeller und Angelika Zöllner

Moderation: Dorothea Renckhoff

Tickets für 6 Euro unter (0202) 563 7666 oder online unter www.kulturkarte-wuppertal.de

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