13.09.2026Begegnungsstaette Alte Synagoge
NEU.N: „Ich danke Ihnen im Voraus für Ihre Mühewaltung.“
Donnerstag, 17.09.2026, 19:00 Uhr
Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Genügsamkeitstraße, 42105 Wuppertal
Zusammenstellung der noch in Wuppertal lebenden Jüdinnen und Juden ©Archiv Begegnungsstätte Alte Synagoge
Die Bombardierung Berlins im März 1944 hatte zur Zerstörung der so genannten Bevölkerungsstatistik geführt, die daraufhin auf Befehl der nationalsozialistischen Führung wieder rekonstruiert werden musste. Zwar waren praktisch alle Juden und Jüdinnen spätestens im Sommer 1942 aus dem „Alterreich“ deportiert worden und nie zurückgekehrt – aus Wuppertal allein 801 Menschen. Viele weitere waren auf andere Weise ermordet worden oder aus den Exilländern, in die sie sich geflüchtet hatten, in die Vernichtungslager deportiert worden. Es lebten nun nur noch die jüdischen Ehepartner der so genannten „Mischehen“ in ihren Wohnungen.
Durch eine umfassende Fragebogenaktion sollten nun sämtliche Personen benannt werden, die als jüdisch galten. Auszuführen hatten diesen Befehl die verbliebenen Sprecher der Restgemeinden – wohl ahnend, was dieser bürokratische Vorgang in Wirklichkeit bedeutete. In Wuppertal war dies Rechtsanwalt Gustav Brück, der frühere Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Wuppertal.
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