Bildstörungen

Kinderbibeln und Religionsschulbücher antisemitismuskritisch gelesen. Ein Vortrag von Prof. Dr. Katharina von Kellenbach

Mittwoch, 30.09.2026, 19:00 Uhr
Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Genügsamkeitstraße, 42105 Wuppertal

 

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Auch heute noch bevölkern Illustrationen verschwörerischer Priester und hartherziger Schriftgelehrter christliche Kinderbibeln und Schulbücher, die Judas einen dicken Geldsack überreichen und einen Justizmord planen—obwohl sich die Kirche klar gegen den Gottesmordvorwurf ausgesprochen haben. Teils werden antijüdische Verzerrungen nicht als solche erkannt, teils erscheinen sie als zentrales Erzählgut der christlichen Lehre. Was muss passieren, um die Weitergabe von Zerrbildern von Juden und Judentum von Generation zu Generation zu unterbrechen? Im Vortrag werden verschiedene Beispiele vorgestellt, die das „Projekt Bildstörungen“ entwickelt hat, um christliche Bildungsmedien antisemitismuskritisch zu stärken.

 

Prof. em. Dr. Katharina von Kellenbach leitete das Projekt Bildstörung an der Evangelischen Akademie zu Berlin. Sie ist Professor Emerita für Religious Studies am St. Mary’s College of Maryland und Visiting Scholar in Christian-Jewish-Relations am Boston College. Ihre Forschungsschwerpunkte sind christlich-jüdische Beziehungen, die theologische und familiengeschichtliche Bedeutung der Schoa, sowie feministische Theologie im interreligiösen Gespräch.

 

Der Abend ist eine Veranstaltung des Fördervereins Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal e.V. unter der Schirmherrschaft von Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a.D., Beauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur

 

Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten, damit wir Ihnen einen Sitzplatz reservieren können: info@alte-synagoge-wuppertal.de oder 0202-563.2843

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