26.03.2026Kerstin Hamburg
Armin T. Wegner – Mut zur Menschlichkeit / 24. März bis 5. Mai
Porträt Armin T. Wegner, Stromboli, 1964 ©Michele Wegner
Einladung zu Vernissage und Eröffnung der Ausstellung
Armin T. Wegner – Mut zur Menschlichkeit
24. März bis 5. Mai 2026 in der Zentralbibliothek, Kolpingstr. 8, 42103 Wuppertal
Vernissage am Dienstag, 24. März um 17.30 Uhr
Judith Schönwiesner und Olaf Reitz – Rezitation
Ulrich Klan – Musik, Moderation
Lieder und Texte der Zivilcourage von Armin T. Wegner, Sophie Scholl, Jura Soyfer, Erich Mühsam u. a.
Eintritt frei – Spenden sind erwünscht und steuerbegünstigt
Eine Veranstaltung der Internationalen Armin T. Wegner Gesellschaft e.V.
www.armin-t-wegner.de in Kooperation mit www.armin-t-wegner.us
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Diese Ausstellung stellt Wegners Leben und Werk in einen größeren Zusammenhang: Neben ihm begegnen uns Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, die ebenfalls Verantwortung übernahmen, widersprachen oder Zeugnis ablegten. Ihre Stimmen erweitern den Blick auf eine Epoche, in der Gewissen und Anpassung oft unversöhnlich aufeinandertrafen.
Zugleich schlägt „Mut zur Menschlichkeit“ die Brücke in die Gegenwart, denn Fragen nach Menschenrechten, dem Umgang mit Verfolgung, Flucht und Krieg, Zivilcourage und öffentlicher Verantwortung sind heute ebenso dringlich wie zu Wegners Zeiten. Die Ausstellung lädt dazu ein, Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen zu erkennen und sich zu fragen: Wo braucht es heute Mut zur Menschlichkeit?
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Armin T. Wegner (1886–1978) war ein aus Wuppertal stammender Schriftsteller, der sein Leben dem Gewissen verpflichtet sah. Als Zeitzeuge der großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts verband er literarische Kraft mit moralischer Klarheit und zahlte dafür einen hohen Preis.
Während des Ersten Weltkriegs dokumentierte Wegner mit seiner Plattenkamera den Völkermord an den Armeniern und schmuggelte die Fotografien außer Landes. Diese gehören zu den eindringlichsten Zeugnissen dieses Menschheitsverbrechens. Entgegen militärischer Verbote hielt er fest, was nicht gesehen werden sollte: das Leid Unschuldiger, die Gewalt staatlicher Willkür und die Zerbrechlichkeit menschlicher Würde. Diese Fotografien sind bis heute Anklage und Mahnung zugleich.
Auch in Deutschland erhob Wegner seine Stimme gegen Unrecht. Früh widersprach er der antisemitischen Politik des NS-Regimes und wandte sich mutig gegen die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Dafür wurde er von den Machthabern verfolgt, inhaftiert und misshandelt, denn unter der Diktatur Hitlers war für unabhängiges Denken kein Platz. Die Folge: Wegner musste ins Exil gehen.
Im Exil blieb er unbeirrbar. Sein Schreiben, seine Reden und sein persönliches Handeln zeugen von einem tiefen Einsatz für Humanität, Völkerverständigung und Menschlichkeit. Wegners Werk erinnert daran, dass Moral nicht verhandelbar ist und dass der Mut des Einzelnen den Lauf der Geschichte zwar nicht immer aufhält, ihr aber Würde entgegensetzen kann.
Anmeldungen und Kontakt:
Armin-T-Wegner-Gesellschaft e.V.
c/o Ulrich Klan
Straßburger Str. 6
42107 Wuppertal
E-Mail Vorstand: uli.klan@gmx.de
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