ANTOINETTE – Arbeiten 1989-2012

Die Landschaften und Figurenbilder der Künstlerin ANTOINETTE zeigen eine Welt, gesehen durch einen Vexierspiegel, der sie optisch bricht, in umgestalteter Weise dem Betrachter neu präsentiert und den Blick auf das Bekannte zu verändern vermag.

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Antoinette
Arbeiten 1989 – 2011

Eröffnung: 27. Januar 2012, 19.30 – 21.30 Uhr,
Einführung: Prof. David Galloway, es erscheint ein Katalog

Ausstellung: bis 23. Februar 2012,
im Anschluss auf der Art Karlsruhe 2012 vom 8. – 11. März 2012

Die Landschaften und Figurenbilder der Künstlerin ANTOINETTE zeigen eine Welt, gesehen durch einen Vexierspiegel, der sie optisch bricht, in umgestalteter Weise dem Betrachter neu präsentiert und den Blick auf das Bekannte zu verändern vermag. Zusätzlich zur Ausstellung in den Räumen der Galerie werden die Werke im März 2012 auf der Art Karlsruhe als One-Artist-Show zu sehen sein.

Die Künstlerin ist in Leipzig aufgewachsen und hat an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst ihr Studium begonnen. Hier entstand in den 1960er Jahren jene Strömung, die als Leipziger Schule bekannt wurde. Geprägt und beeindruckt von den Gründern, besonders von Bernhard Heisig, dessen Meisterschülerin sie später war, steht ANTOINETTE in der Tradition dieser bedeutenden Strömung. Liegt der Leipziger Schule kein einheitlicher Stil zugrunde, so verbindet die verschiedenen Handschriften jedoch ein hoher Anspruch in der künstlerischen Arbeit und eine gewisse Gesellschaftsanalyse. Diese Grundlagen entwickelte ANTOINETTE in ihren eigenen Werken weiter. Besonders augenfällig ist dies noch in den frühen Gemälden der Ausstellung. Sie sind eine Reaktion auf die damalige Zeit und zeigen eine Welt, deren Neuordnung noch nicht in Sicht ist und Figuren, die von alten Geistern am Fortkommen gehindert werden – auch aus heutiger Sicht nicht weniger aktuell.

Voller rauschender Farben und Formen, welche die Aufmerksamkeit des Betrachters erregen, sind die Arbeiten der Künstlerin. Die Farbe ist pastos aufgetragen, was die Pinselführung plastisch sichtbar macht. Dabei variiert die Malweise abhängig von unterschiedlichen Motiven, was eine Rhythmisierung des Bildes bewirkt. Die Farbwahl wirkt oft mehr übersteigert denn naturalistisch. Die Bedeutung des natürlichen Anscheins der Motive tritt zurück, eine sinnliche Erfahrung wird beim Betrachter in der Anschauung durch die Farb- und Formwirkung hervorgerufen. Der Farbeindruck und die damit verbundene Empfindung scheint hauptsächlich verantwortlich für die Sinngebung zu sein. Die Empfindung vor dem Bild ist es, auf die es ankommt. Es mischt sich zu Sehendes mit Erlebtem, künstlerischer Ausdruck mit Interpretation. Hier kann die Weltsicht und Wahrnehmung von Realität der Künstlerin erfahren werden. Damit schwingen die Bilder zwischen Objektivität und Expressivität, Beschreibung und Übersteigerung, und beinhalten etwas Geheimnisvolles, fast schon Surreales.

ANTOINETTE studierte ab 1975 an der HGB Leipzig, anschließend von 1979 bis 1984 an der KH Berlin. Im Jahre 1984 erfolgte der Kauf einer Wassermühle in Dauer (Uckermark) und die Umgestaltung zum Kunstzentrum und Gesamtobjekt. 1986 malte sie ihr erstes Bühnenbild, 1985-1987 erfolgten erste Außenwandbemalungen. Sie initiierte und organisierte zwischen 1984 und 1987 die DAUER _KUNST _FESTSPIELE, eine Begegnung von Künstlern, Umweltschützern, Journalisten und Wissenschaftlern. 1991 war sie Meisterschülerin an der HGB Leipzig bei Bernhard Heisig. Eine Gastdozentur an der Universität Dortmund hatte sie 1994, seit 2006 existiert der Berliner Salon ANTOINETTE. Die Künstlerin hat ihre Werke bereits bei einer Reihe von Ausstellung im In- und Ausland gezeigt, darunter am Goethe-Institut in New York und Washington, in der Kunsthalle Arnstadt und in der Nikolaikirche/Stadtmuseum in Berlin.

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