FSJ und BFS sind wertvoll für das Gemeinwesen

Freiwilligen Dienste sind wertvoll für das Gemeinwesen und für die jungen Menschen, die während eines FSJ oder BFD wichtige Erfahrungen zur Berufsorientierung sammeln. Die zur Diskussion gebrachten Einsparungen sind das falsche Signal!

Darin einig waren sich die Grüne Bundestagsabgeordnete  Anja Liebert (l.), Anita Dabrowski, Leiterin der Caritas-Migrationsdienste (2.v.l.), und Judith Sonnen, pädagogische Leitung FSD des Bistums Köln (r.). Anja Liebert war einer Einladung in das Internationale Begegnungszentrum der Caritas in Unterbarmen gefolgt und sprach dort auch mit Alessandro Ditzen, der dort aktuell ein Freiwilliges Soziales Jahr leistet.

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Im Bereich der Freiwilligendienste drohen Kürzungen im Bundeshaushalt – zum Leidwesen vieler betroffener sozialer Einrichtungen. Aus diesem Grund hat der Verein Freiwillige Soziale Dienste im Erzbistum Köln e.V. (FSD) Anja Liebert, Grüne Bundestagsabgeordnete für das Bergische Land, in das Internationale Begegnungszentrum der Wuppertaler  Caritas eingeladen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. Bei dem Besuch wiesen Jennifer Richter, Bildungsreferentin des FSD, Judith Sonnen, Pädagogische Leitung FSD, und Anita Dabrowski, Leiterin des Fachdienstes Integration und Migration der Caritas, die Abgeordnete auf die Folgen der angekündigten Sparmaßnahmen hin. „Das wäre das völlig falsche Signal, eigentlich müsste mehr investiert werden“, waren sich die Drei einig.

„Freiwilligendienste sind und bleiben ein Ort für berufliche Orientierung und Demokratiebildung für junge Menschen. Budgetkürzungen treffen damit Menschen, die sich für ein soziales Miteinander freiwillig engagieren“, erklärte Richter. Zudem werden durch Freiwilligendienste Menschen für eine spätere berufliche Tätigkeit im sozialen Bereich – besonders Pflege- und Betreuungsbereich – gewonnen. „Wenn dies wegfallen würde, stünden wir als Gesellschaft und die Politik in Zukunft vor noch größeren Herausforderungen als wir es ohnehin schon tun“, befürchtet Sonnen.

„Freiwilligendienste, ob FSJ oder BFD, sind wichtig“, machte auch Liebert deutlich. .“Zum einen natürlich für die sozialen Einrichtungen und die Menschen, die sie betreuen – zum anderen aber auch für die jungen Freiwilligen selbst, die durch die gemachten Erfahrungen für ihr Leben profitieren.“ Das wurde auch im Gespräch mit Alessandro (18), der aktuell sein Freiwilligenjahr bei der Caritas absolviert, deutlich. Junges Engagement wie das von Alessandro schätzt Anita Dabrowski sehr: „Der Einsatz ist für uns und die Menschen, um die wir uns kümmern sehr wertvoll. Außerdem nehmen die jungen Freiwilligen viele prägende Eindrücke für ihre weitere Entwicklung mit.“

Es sei hart, dass aufgrund der Haushaltslage nun Einschnitte drohen, so Liebert. Diese seien aber noch nicht beschlossen. Unabhängig davon unterstütze sie aber auch den Wunsch des FSD nach mehr Wertschätzung und Anerkennung des freiwilligen Engagements. „Das ist das, was unsere Gesellschaft zusammenhält“, hob die Abgeordnete hervor. „Wir als Träger machen schon viel Akquise-Arbeit, die wir eigenständig finanzieren. Es braucht mehr Sichtbarkeit auch auf politischer Ebene“, erklärte Richter.

 

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