Behindert – na und? plant Barrierefreies Wohnprojekt in Küllenhahn

Der Wuppertaler Verein „Behindert– na und?“ will das Areal des ehemaligen Bahnhofs Küllenhahn übernehmen und entwickeln. Auf dem etwa 4.500 Quadratmeter großen Grundstück soll eine barrierefreie inklusive Wohn-Anlage entstehen.

Als Teil der Ausweitung der Aktivitäten des Vereins Behindert – na und?  zur Unterstützung vom Menschen mit Behinderung hat der Verein bereits vor 2 Jahren beschlossen, sich nach Grundstücken zum Bau barrierefreier Wohnungen, insbesondere auch für Rollstuhlfahrer umzusehen. Gerade in Wuppertal existiert ein hoher Bedarf an barrierefreiem Wohnraum, da viele existierende Altbauwohnungen  im Bestand praktisch nicht umgebaut werden können und entsprechende Neubauprojekte sehr hohe Mietniveaus aufweisen. Dazu ist auch der Bestand an Sozialwohnungen kontinuierlich rückläufig; neue werden kaum noch gebaut.

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Nun konnte Mitte vergangenen Jahres ein Grundstück in Küllenhahn identifiziert werden; es handelt sich um das Gelände des alten Bahnhofs, der aufgrund von Hausschwammbefall seit langem abrissreif ist. Der Verein hat durch eine Initiative des Landtagsabgeordneten Josef Neumann Mitte 2017 von diesem brachliegenden Objekt erfahren.  Erste Verhandlungen mit den Eigentümern verliefen positiv, sodass im Juni 2018 mit Unterstützung eines Architektenbüros eine Bauvoranfrage zum Bau von 15-20 Wohnungen bei der Stadt Wuppertal gestellt werden konnte. Rechtzeitig vor Weihnachten 2018 erhielt der Verein einen positiven Bescheid für das Projekt BiWaKBarrierefreies inklusives Wohnen am Küllenhahn.

Mit dieser Genehmigung im Rücken können nun die nächsten Schritte im Projektablauf folgen. Vertreter der Bezirksvertretung und des Küllenhahner Bürgervereins wurden bereits vorinformiert. Die nächste Planungsphase hat das Ziel,  einen Bauantrag einzureichen. Die Finanzierung soll vor allem über Landesmittel und Stiftungszuschüsse erfolgen. Zur Förderung der Inklusion ist in diesem Wohnprojekt  eine gemischte Vermietung an Menschen mit und ohne Behinderung im Rahmen der Fördermöglichkeiten geplant.

 

Mit dem Vorstand des Vereins Behindert – na und?, Dr. Wolfgang Seidel trafen sich der Ideengeber Josef Neumann, der Grundstücksbesitzer Rudolf Ernenputsch und die Cronenberger Bezirksbürgermeisterin Ursula Abe zum Gedankenaustausch über die weitere Projektentwicklung ©Copyright W. Seidel

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Seit 1984 ist der gemeinnützige Verein „Behindert- na und? in verschieden Bereichen der Behindertenhilfe tätig. Im Jahre 2010 wurde eine vakante Grundschule im Quartier Arrenberg bezogen, in der ein Frühförderzentrum, eine Beratung für Menschen mit Behinderung und deren Familien, ein familienunterstützender Dienst mit Fokus auf Inklusionsprojekte in Freizeit, Kultur und Sport und die Koordinierung der Inklusionsassistenz in Kindergärten und Schulen untergebracht sind. Mit dem in der Nachbarschaft angesiedelten Pflegedienst und dem Betreuten Wohnen verfügt der Verein damit über 5 operative Fachbereiche mit ca. 500 Mitarbeiter*innen, davon mehr als 400 sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der Verein wird von einem hauptamtlichen Vorstand geleitet und hat einen Aufsichtsrat. Er betreut in den verschiedenen Fachbereichen über 600 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Der Verein hat das Ziel, individuelle Unterstützung für Menschen mit Behinderung in ihrem Lebensbereich zu leisten. Damit soll ein Höchstmaß an Integration und Selbstbestimmung angestrebt werden.

 

 

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