Vom Brückenpark Müngsten bis Essen-Kettwig

Der von der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) initiierte Panorama-Radweg ist das fehlende Puzzleteil des Radroutennetzes im südlichen Nordrhein-Westfalen. Schon in diesem Sommer wird man vom Brückenpark Müngsten bis nach Essen-Kettwig „durchradeln“ können.

Der „Bergische Trassenverbund“ war die Keimzelle für dieses Projekt. Bereits im Jahr 2008 hat die Bergische Entwicklungsagentur sich mit diesem Konzept im Wettbewerb „Erlebnis.NRW“ erfolgreich durchgesetzt. Dieser Verbund bezieht sich auf die Trassen im Bergischen Städtedreieck und soll den Wachstumsmarkt Fahrradtourismus für die Region erschließen. Mit der Bewilligung des Förderantrages für das Marketing rechnet man in den kommenden Wochen.
Die Wartezeit haben die Projektleiterinnen der Bergischen Entwicklungsagentur, Annette Nothnagel und Gesa Eindorf, jedoch nicht ungenutzt verstreichen lassen. „Wir wollten den Bergischen Trassenverbund in einen größeren Zusammenhang bringen, d.h. überregional eingebunden wissen, um ihn noch besser zu vermarkten“, so Nothnagel. Und das ist nun mit den „Panorama-Radwegen NRW“ geschafft. Auf Initiative der BEA wurden gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitstreitern Dr. Achim Bartoschek (www.bahntrassenradeln.de) und Klaus Lang (ADFC NRW, Kreisverband Wuppertal) zahlreiche Partner und Akteure aus den benachbarten Regionen an einen Tisch gebracht und ein Gesamtsystem entwickelt.

Aktuelle Stellenangebote:
Die rote Linie markiert den Bergischen Panorama-Radweg (Grafik: BEA).

300 Kilometer Naturpanoramen und Industriekultur
Bisher zogen die Radler über Radwege an Rhein, Ruhr und Sieg am Bergischen Land und dem Sauerland vorbei. Jetzt ist innerhalb dieser Achsen ein 300 Kilometer langes Gesamtsystem zum großen Teil auf stillgelegten Bahntrassen entstanden, das in weiten Teilen kurz vor der Fertigstellung steht.
Ein wichtiger Bestandteil ist der Bergische Panorama-Radweg mit einer Gesamtlänge von 133 Kilometern. Schon in diesem Sommer wird man vom Brückenpark Müngsten bis nach Essen-Kettwig, einer Strecke von rund 50 Kilometern, radeln können.
Die Durchgängigkeit des gesamten Verbunds soll bis 2012 hergestellt werden. Die Anbindung zwischen Wupper und Ruhr erfolgt dabei zunächst über die Niederbergbahn; der Bergische Panorama-Radweg wird als zweite Strecke in diesem Bereich mit Fertigstellung der Wuppertaler Nordbahntrasse ausgewiesen.
„Im Bereich Tourismus sollte man in größeren Zusammenhängen denken“, weiß Nothnagel. „Wir freuen uns, dass diese regionale Zusammenarbeit so schnell immer konkretere Formen angenommen hat und wir nun gemeinsam das fehlende Puzzlestück im NRW-Radwegenetz erarbeitet haben“, bestätigt ihre Kollegin Eindorf.

„Genussradler“ werden also nun keinen Bogen mehr um das Bergische Land machen, denn die Strecken sind schließlich zumeist gefällearm und bieten zudem eine einzigartige Kombination aus Naturerlebnis und Einblicken in die bergische Industriekultur.

Daten und Fakten:
Panorama-Radwege NRW – Fahrradtourismus auf stillgelegten Bahntrassen

Netzlänge: 300 km, davon 175 km auf ehemaligen Bahntrassen

Beteiligte: 27 Kommunen, 8 Kreise mit

  • Bergischer Panorama-Radweg (133 km, ab Juli 2011 befahrbar rund 50 km)
  • Ruhr-Sieg-Radweg
  • Niederbergbahn Panorama-Radweg
  • Panorama-Radweg Balkantrasse

Projektleitung: Bergische Entwicklungsagentur GmbH, Annette Nothnagel und Gesa Eindorf

www.bergische-agentur.de

Quelle: PM BEA vom 27.01.11

Anmelden

Aktuelle Stellenangebote:

Kommentare

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert