Steuergeld vertrocknet? Junge Streuobstwiese wirft Fragen auf

Streuobstwiesen gelten als wichtiger Beitrag für Artenvielfalt und Klimaschutz. Für ihre Anlage und Pflege stehen zudem erhebliche Fördermittel zur Verfügung – unter anderem aus EU-Programmen, Landesmitteln, kommunalen Fördertöpfen und dem Vertragsnaturschutz. Gefördert werden dabei unter anderem die Pflanzung von Obstbäumen sowie deren fachgerechte Pflege und Erhaltung.

Fotos: C.Otte

Umso bedrückender ist der Anblick auf der von KNIPEX angelegten Streuobstwiese in Cronenberg an der Oberkamper Str. Während der anhaltenden Trockenheit zeigen zahlreiche junge Obstbäume deutliche Trockenschäden. Bei einigen sind die Blätter bereits vollständig braun und hängen schlaff an den Ästen. Ob die Bäume noch zu retten sind, lässt sich von außen zwar nicht sicher beurteilen – gesund sehen sie jedoch nicht mehr aus.

Fotos: C.Otte

Gerade in den ersten Jahren nach der Pflanzung sind regelmäßige Bewässerung und Pflege entscheidend für das Überleben junger Obstbäume. Bleibt das Wasser aus, können bereits wenige Wochen extremer Hitze ausreichen, um erhebliche Schäden zu verursachen.

Fotos: C.Otte

Die Fotos werfen deshalb eine berechtigte Frage auf: Wer trägt während solcher Dürreperioden die Verantwortung für die Pflege der geförderten Bäume? Denn Fördergelder allein pflanzen keine Streuobstwiese – sie müssen auch dauerhaft erhalten werden.

Vielleicht gibt es für den Zustand eine nachvollziehbare Erklärung. Vielleicht stehen Bewässerungsmaßnahmen bereits an. Der derzeitige Eindruck vor Ort ist jedoch ernüchternd: Ausgerechnet ein Projekt, das Natur und Artenvielfalt fördern soll, kämpft offenbar selbst ums Überleben. (C.O)

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