Stadion am Zoo mit Solaranlage als Werbeträger

Wenn während der Fußball-Europameisterschaft Luftbilder vom Trainingslager der slowenischen Nationalmannschaft im Stadion am Zoo in den Medien erscheinen, sollen sie zugleich den Namen der Stadt in die Welt tragen: 700 bis 800 Solarmodule bilden dann auf dem Stadiondach dann den Schriftzug "Wuppertal".

Foto: Gebäudemanagement Wuppertal (GMW), Frank Buetz

Die Module werden ab Mitte März auf dem Dach der Haupttribüne montiert. Im April soll die Anlage stehen.

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Oberbürgermeister Uwe Schneidewind zeigt sich begeistert: „Ein Werbeträger für die Stadt, der gleichzeitig erneuerbare Energien produziert und damit Wuppertal einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität bringt – genial. Und als Gruß an unsere Gäste aus Slowenien gerade recht, um zur Europameisterschaft den Namen Wuppertal noch bekannter zu machen!“

Die Idee für das Arrangement entstand im Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW), das mit den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) daran arbeitet, die Ausbaugeschwindigkeit bei Photovoltaikanlagen zu erhöhen. Die PV-Anlage auf dem Stadiondach ist Bestandteil eines neuen Belieferungsmodells, das gerade zwischen den beiden Kooperationspartnern verhandelt wird.

„Intensive Abstimmungen zwischen WSW und GMW waren nötig, um die Machbarkeit, beispielsweise unter Berücksichtigung der Traglastfähigkeit des Tribünendachs sowie die elektrotechnische Einbindung zu gewährleisten. Das Kooperationsmodell auf Grundlage sogenannter OnSite-PPA halten wir für zukunftsweisend und sehen darin einen wichtigen Startschuss für den weiteren gemeinsamen Ausbau der Photovoltaik im Bereich städtischer Liegenschaften.  Für die geleistete Arbeit und diese tolle Idee möchte ich mich ganz herzlich bei den Projektverantwortlichen im GMW und bei den WSW bedanken“, sagt GMW-Betriebsleiterin Mirja Montag.

Das Besondere an dem Modell: Das GMW stellt Dachflächen städtischer Gebäude zur Verfügung. Die WSW errichten und betreiben darauf PV-Anlagen auf eigene Rechnung und stellen die Versorgung des Gebäudes mit regenerativem Strom vom eigenen Dach über einen langen Zeitraum zu festen Konditionen sicher. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist und kann für die Versorgung anderer städtischer Gebäude genutzt werden. Neben der Nachhaltigkeit spielen Preisstabilität und Planungssicherheit eine elementare Rolle. Für die WSW sind solche Projekte bedeutsam für die Transformation der elektrischen Energieversorgung. Die Dächer von gewerblich und industriell genutzten Gebäuden, besitzen ein Potenzial für Photovoltaik-Anlagen, das über die Eigenversorgung hinausgeht. Durch eine vollständige Ausnutzung dieser Dachflächen könnte die Stromversorgung im Stadtgebiet insgesamt nachhaltiger werden. Die PV-Anlage auf dem Stadiondach wird voraussichtlich eine Nennleistung von 350 Kilowatt unter Standard-Testbedingungen (kWp) erreichen – so viel wie möglich ist, ohne die bestehende Transformatorstation des Stadions kostenaufwendig austauschen zu müssen. Es wird erwartet, dass die Anlage etwa 300.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr erzeugt; das entspricht dem Verbrauch von rund 100 privaten Einfamilienhäusern. Für das Stadion werden rund 400.000 kWh im Jahr benötigt, wobei während eines Regionalligaspiels des Wuppertaler Sportvereins natürlich viel mehr Strom verbraucht wird als während der Rand- und Schließzeiten.

Weil das Dach der Haupttribüne auf dem denkmalgeschützten Komplex des Stadions steht, bedurfte es einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Dafür müssen die vollschwarzen Module parallel zur Dachoberfläche angebracht werden; das „W“ und das „A“ werden durch ergänzende Flächen „geglättet“.

Quelle: Stadt Wuppertal

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