06.02.2024

Fahrradbügel Veilchenstraße Barmen

Das Kreuz mit der Verkehrswende: wenn schon banale Fahrradbügel die Barmer SPD beunruhigen, sehen wir schwarz für eine bessere Verkehrssituation in Wuppertal. Eine Pressemitteilung von Bündnis90/Die Grünen in der BV Barmen

In der letzten Sitzung der Bezirksvertretung wurden unter anderem, auf Vorschlag der Verwaltung, die Aufstellung von Fahrradbügel in der Veilchenstraße beschlossen. Seit Jahren versucht die Stadt Wuppertal duch Fahrradbügel das sichere Abstellen von Fahrräder zu ermöglichen, um das Abstellen auf Gehwegen, an Bäumen und Laternenmasten zu vermeiden. Die SPD fordert übrigens jetzt auch die E-Roller an solchen Fahrradabstellflächen abzustellen. In den dicht bewohnten Altstadtvierteln, wie z.B. auf dem Rott, haben nicht alle Bewohner:innen und ihre Besucher, die Möglichkeit ihr Fahrrad ebenerdig in den Keller zu schieben. Wir erinnern gerne daran, dass alle Wuppertaler:innen Verkehrsteilnehmer sind, unabhängig davon, ob zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Rad. Bisher sind die Zweiräder leider etwas zu kurz gekommen. Fahrradwege, Fahrradverkehr entgegen den Einbahnstraßen und die Reduzierung der Geschwindigkeit in Wohngebieten auf 30 km/h sind Bausteine, die Fahrradfahrer:innen und Fußgänger:innen mehr Sicherheit einräumen und dadurch zwangsläufig mehr Menschen dazu bringen werden, auf das Fahrrad umzusteigen. Die Veilchenstraße in unmittelbarer Nähe der Nordbahntrasse bietet hier besonders gute Vorausetzungen. Ein Parkplatz der zu einem Fahrradstellplatz umgewidmet wirdBeispiel: Fahrradbügel Kasinostraße kann mit bis zu 5 Fahradaügeln versehen werden, also 10 Fahrräder Abstellmöglichkeiten verschaffen. Das ist ein großer Beitrag zur Reduzierung des sogenannten Parkdrucks. In diesem Zusammenhang darf erinnert werden, dass die Neubauten in der Rosenstraße und Nelkenstraße durchweg über viele Tiefgaragenplätze verfügen, die teilweise auch von den Bewohnern weiter vermietet werden. Der Parkdruck in unseren Quartieren kann langfristig nur duch einen besseren ÖPNV, mehr Radverkehr und bessere Fußwege abgemildert werden. Mehr Parkflächen sind rein räumlich, nur zu hohen Kosten durch Tiefgaragen möglich.kann mit bis zu 5 Fahradaügeln versehen werden, also 10 Fahrräder Abstellmöglichkeiten verschaffen. Das ist ein großer Beitrag zur Reduzierung des sogenannten Parkdrucks. In diesem Zusammenhang darf erinnert werden, dass die Neubauten in der Rosenstraße und Nelkenstraße durchweg über viele Tiefgaragenplätze verfügen, die teilweise auch von den Bewohnern weiter vermietet werden. Der Parkdruck in unseren Quartieren kann langfristig nur duch einen besseren ÖPNV, mehr Radverkehr und bessere Fußwege abgemildert werden. Mehr Parkflächen sind rein räumlich, nur zu hohen Kosten durch Tiefgaragen möglich.

Im Kommnalwahlprgramm der SPD für die aktuelle Wahlperiode heißt es eindeutig „Wir wollen Fuß- und Radverkehr mehr Raum geben“ und sehr präzise „Wir wollen eine auskömmliche Anzahl an sicheren Radabstellanlagen und E-Bike-Ladestationen in Znetren, Quartieren , an Schulen, Behörden und Freizeitanlagen schaffen.“ (S.29, Kommunalwahlprogramm). Schon vergessen, liebe SPD?

Aber immerhin: Ein Anfang ist schon gemacht!

Axel Frevert
Fraktionssprecher der Grünen in der BV Barmen

Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Ich finde als Alltagsradlerin Fahrradbügel praktisch an (Schwebe-)Bahnhöfen, Supermärkten, Warenhäusern, Unis, Schulen, Bibliotheken oder anderen stark frequentierten Orten. In Wohngebieten kann ich mir keinen sinnvollen Nutzen vorstellen. Wenn ich keinen ebenerdig erreichbaren Keller habe, schleppe ich mein Rad dreimal lieber in die Wohnung als es nachts – Diebstahl und Witterung ausgesetzt – auf der Straße zu lassen.

    Nun wohne ich nicht in der Veilchenstraße, und vielleicht findet ja jemand die Bügel nützlich. Möchte im Sommer 2024 nicht mal einer der Bezirksvertreter, die für die 1000-Euro-Maßnahme gestimmt haben, dort vorbeifahren und nachschauen, ob sie sich gelohnt hat?

    In der Sonnborner Straße, die eher eine Geschäfts- als eine Wohnstraße ist, stehen schon seit einiger Zeit Fahrradbügel. Ich fahre nicht selten nach Sonnborn, habe sie noch nie benutzt und sehe auch niemanden, der sie benutzt. Ich schließe das Rad am nächsten Straßenschild an (Schilder gibt es reichlich), mache meine Besorgung, fahre an den Bügeln vorbei wieder nach Hause und habe in 25 Jahren noch nicht erlebt, dass das jemanden gestört hat.

    1. Axel Frevert sagt:

      Das kann ich nachvollziehen. Bügel sind Abstellgelegenheiten für Kurzparker – also für Besuch oder für die Zeit eines Einkaufs. Bei mir im Viertel (Hesselnberg) wird jedes Straßenschild ausgenutzt um Fahrräder abzustellen. Zum Teil auch über Nacht, weil viele keine Keller haben. Dafür bräuchte es eigentlich abschließbare Fahrradboxen in jedem Quartier, wie etwa am Ölberg. Hier hilft die Stadt Wuppertal bzw die WSW aber nur wenn sich eine Privatperson oder eine Stadtteilinitiative findet, die die Mobilstationen in eigener Verwantwortung betreiben. Das ist eine seher hohe Hürde. Autofahrer haben es hier natürlich einfacher…Fahhradbügel sind nur ein erster kleiner Schritt ., um ein sicheres Abstellen zu erreichen. Und es sind – vor allem in der Innenstadt – immer noch viel zu wenige.

      1. Susanne Zweig sagt:

        In Sonnborn gibt es – wie gesagt – genug Radabstellmöglichkeiten. Trotzdem wurden zusätzlich Fahrradbügel aufgestellt. Die alten Parkplätze wurden rege genutzt, die neuen Bügel nicht. Schade um das öffentliche Geld.

        In der Veilchenstraße zähle ich auf Google Street View sieben freie Schildermasten und mehrere geeignete Metallzäune. Wieder sollen zusätzlich Fahrradbügel aufgestellt werden.

        Wer macht denn mal eine Erfolgskontrolle?

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