30.03.2026

BUGA 2031: Wie soll sie ganz Wuppertal grüner machen?

Eine einfache Frage wartet auf Antworten.



Schon im August 2024 wurde im Rahmen der Quartiersgartenschau im Mirker Quartier zu einer Veranstaltung eingeladen. Thema: „Wie die BUGA ganz Wuppertal grüner macht“. Eine durchaus spannende Fragestellung – schließlich gilt Wuppertal laut einer Studie des Motorsägenherstellers Husqvarna als „grünste Großstadt Deutschlands“.

Wer allerdings erwartet hatte, bei dieser Veranstaltung konkrete Antworten zu bekommen, musste feststellen: Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Oder, um es salopp zu formulieren – wer darauf gehofft hatte, glaubt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Die Veranstaltung wurde damals auch auf der Internetseite der Stadt angekündigt. Referentin war unter anderem die Leiterin des Ressorts Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal. Man durfte also durchaus annehmen, dass die Stadt diese Frage auch fundiert beantworten kann: Wie genau trägt die Bundesgartenschau 2031 dazu bei, dass ganz Wuppertal grüner wird?

IFG-Anfrage zu Fördermitteln

Da die Veranstaltung diese Frage nicht beantwortete, stellte ich im August 2025 eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz NRW (IFG NRW) sowie dem Umweltinformationsgesetz NRW (UIG NRW).

Auslöser war eine städtische Pressemitteilung vom 22. August 2025 mit dem Titel „Wie die BUGA ganz Wuppertal grüner macht“. Darin heißt es unter anderem, dass im Zuge der BUGA 2031 zusätzliche Fördermittel eingeworben werden können, die auch Parks und Grünanlagen außerhalb der Kernareale zugutekommen könnten.

Um diese Aussage nachvollziehen zu können, beantragte ich unter anderem folgende Informationen:

interne Unterlagen, die diese Aussage zur Einwerbung zusätzlicher Fördermittel begründen

eine Übersicht der Förderprogramme, die im Kontext der BUGA 2031 beantragt oder erschlossen werden sollen

Angaben zu möglichen Fördersummen und den Eigenanteilen der Stadt

Einschätzungen, ob diese Fördermittel auch ohne eine BUGA hätten beantragt oder bewilligt werden können

die Unterlagen, die als Grundlage der genannten Pressemitteilung dienten

Bis heute keine Antwort

Bis heute ist auf diese Anfrage keine Antwort erfolgt, obwohl die gesetzlichen Fristen eindeutig sind. Nach IFG und UIG hätte die Stadt Wuppertal innerhalb eines Monats reagieren müssen.

Auch mehrere Erinnerungen blieben bislang ohne Ergebnis.

Das wirft zwangsläufig Fragen auf:
Handelt es sich bei den in der Pressemitteilung genannten Fördermöglichkeiten um belastbare Planungen – oder eher um allgemeine Erwartungen und politische Erzählungen?

Wird Wuppertal durch die BUGA wirklich grüner?

Fest steht bereits jetzt: In den drei Kernarealen der BUGA wird es keineswegs automatisch grüner.

Das liegt nicht daran, dass eine Bundesgartenschau grundsätzlich ungeeignet wäre, neue Grünflächen zu schaffen. Viele BUGA-Projekte in Deutschland haben tatsächlich ehemalige Industrie- oder Brachflächen in große Parks verwandelt.

Die Wuppertaler BUGA verfolgt jedoch ein anderes Konzept. Die vorgesehenen Flächen sind bereits heute überwiegend grün geprägt oder werden durch bauliche Maßnahmen stark verändert.

Selbst im Bereich des geplanten Lokschuppenareals ist fraglich, ob langfristig neue Grünstrukturen entstehen, die nicht auch ohne eine BUGA realisierbar gewesen wären.

Offene Fragen bleiben

Die zentrale Frage bleibt daher bestehen:
Welche konkreten zusätzlichen Fördermittel sollen durch die BUGA tatsächlich nach Wuppertal kommen – und welche Projekte würden dadurch realisiert, die ohne BUGA nicht möglich wären?

Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, bleibt auch die These aus der Pressemitteilung vor allem eines: eine Behauptung.

Eine transparente Antwort der Stadt wäre deshalb nicht nur gesetzlich geboten – sondern auch im Interesse einer sachlichen öffentlichen Diskussion über die BUGA 2031.

 

Quelle: 

Wie die BUGA ganz Wuppertal grüner macht? | Wuppertal

Betreff: Antrag nach IFG NRW / UIG NRW – Fördermittel im Zusammenhang mit der BUGA 2031 – FragDenStaat

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