02.09.2010

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Wollen CDU und SPD das Schauspielhaus schließen? – SPD-Fraktion lässt Parteichef im Regen stehen!

„Es ist ein fatales Signal für die Kulturszene in Wuppertal, dass CDU und SPD unserem Antrag auf Erhalt des Schauspielhauses nicht zustimmen wollten“, so Ingrid Pfeiffer, kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal.

Mit ihrem Antrag zur Kulturausschusssitzung wollten die Liberalen einen Grundsatzbeschluss erwirken, der ein eindeutiges Signal für den Erhalt der Schauspielsparte und des Schauspielhauses gewesen wäre. Über mehrere Monate hatten SPD und CDU diesen Antrag vertagt, um intern darüber beraten zu können. Mit dem gestrigen Nein von CDU und SPD hierzu, ist die Verwaltung nun an die Vorgaben des Oberbürgermeisters mit seinen Einsparvorschlägen gebunden. Diese sehen die Schließung von Haus und Sparte vor. „Nach den Protestaktionen im Januar und März dieses Jahres wäre endlich ein positives Signal der Politik notwendig gewesen“, so Pfeiffer.

Aus Sicht der Liberalen ist es nun umso schwerer Unterstützung von Landesseite zu erhalten, da man in Wuppertal noch nicht einmal selbst hinter einem Erhalt zu stehen scheint. Pfeiffer: „Wir können nicht mit der angekündigten Hilfe des Landes rechnen, wenn die Große Koalition im Rat nicht hinter einem Erhalt steht und dieses auch genauso kommuniziert“.

Noch im Landtagswahlkampf hat der SPD-Vorsitzende und heutige Landtagsabgeordnete Dietmar Bell versprochen, sich für den Erhalt einzusetzen. Pfeiffer: „Es ist schon erstaunlich, wie die SPD-Ratsfraktion den Parteivorsitzenden im Regen stehen lässt. Seine Versprechen wird er kaum noch einlösen können, da ihm seine Ratsfraktion die Gefolgschaft verweigert.“, und ergänzt abschließend: „Es ist eine vergebene Chance. Mit einem parteiübergreifenden Grundsatzbeschluss hätte die Politik ein Zeichen setzen können, dass man nicht bereit ist, weitere Einschnitte bei Lebensqualität und Kultur hinzunehmen. Das Theater stirbt und CDU und SPD schauen zu“.

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