GRÜNE: 2G-Regelung für Wuppertal einführen

Morgen tagt der Hauptausschuss, ein Punkt steht auf der Tagesordnung: die Allgemeinverfügung zu 2G-Regelungen.

Paul Yves Ramette, Fraktionsvorsitzender:

„Schon in der letzten Woche gab es in einer Sondersitzung der Fachausschüsse intensive Auseinandersetzungen und einen Beschluss für die Anwendung von 2G (Eintritt zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen der Stadt nur für Menschen, die geimpft oder genesen sind) in Wuppertal. Die Mehrheit ist sich einig: wir müssen noch mehr tun, um die Menschen vor dem tödlichen Virus Covid 19 zu schützen.

Wir sind der Auffassung, dass 2G eine weitere Möglichkeit ist, die Menschen vor Ansteckung zu schützen und einen Anreiz zu bieten für diejenigen, die noch nicht geimpft sind. Denn klar ist: wir müssen die Pandemie endlich in den Griff bekommen.

Wir hätten gern eine landesweite Regelung, bis die jedoch kommt, können wir als Stadt schon initiativ werden.

2G schafft mehr Sicherheit in Innenräumen und damit auch mehr Vertrauen in den Besuch von Veranstaltungen.“

Dagmar Liste-Frinker, Bürgermeisterin:

„Die Pandemie dauert nun schon mehr als 18 Monate und ist mittlerweile zu einer Pandemie der Ungeimpften geworden. Die Menschen, die jetzt infiziert sind, sind zum großen Teil ungeimpft. Auch die Zahl der Patient*innen in den Krankenhäusern steigt wieder, auch die der Menschen auf den Intensivstationen.

Es ist an der Zeit, dass wir solidarisch werden mit den Familien mit Kindern, die zu jung für eine Impfung sind und auch mit den Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Der einzig wirksame Schutz ist die Impfung. Laut Robert Koch-Institut (RKI) benötigen wir eine Impfquote von 85-90%, um COVID im Herbst/Winter kontrollieren zu können – Wuppertal ist mit unter 60% hier noch weit entfernt. Die 2G-Verordnung bietet die Chance, den Schutz vor Infektionen zu stärken.“

// Hinzufügen fixer Banner der Mediengruppen-Seiten

Kommentare

  1. Susanne Zweig sagt:

    Ein paar Argumente aus der Realität:

    – wenn alle Gastrobetriebe auf 2G umstellen, verzichten sie in der Summe auf rund 1/3 ihrer Kundschaft
    – Vergünstigungen für 2G-Betriebe sind damit eine Milchmädchenrechnung, 2G ist wie ein Teil-Lockdown
    – bei Familienfeiern sind immer Ungeimpfte unter den Gästen, so dass nur 3G oder privat infrage kommen
    – 2G ist kein „Anreiz“ für Ungeimpfte sondern klare soziale Ausgrenzung
    – welche Auswirkungen 2G auf das soziale Leben der Stadtgesellschaft hat, kann sich jeder denken
    – welche Auswirkungen 2G auf die Pandemie hat, hat niemand bisher objektiv messen können
    – der Inzidenzwert in Wuppertal ist ohne Einführung von 2G seit Wochen im freien Fall
    – Kinder brauchen unsere Solidarität weniger beim Schutz vor Ansteckung als vor unsinnigen Quarantäne-Verfügungen
    – das Sterberisiko infizierter Kinder (5-14 Jahre) liegt bundesweit statistisch bei 1 : 50.000
    – in Wuppertal ist noch kein Kind an COVID19 gestorben, nur 2 der knapp 500 COVID19-Opfer waren überhaupt unter 35 Jahre alt
    – kein Land dieser Erde hat bisher eine Impfquote von 85% erreicht, Spitzenreiter ist Portugal mit 82%

Neuen Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.