29.07.2021

Lindh: Corona-Aufholpaket: Mindestens 2,27 Millionen Euro für Wuppertal

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh begrüßt die rasche Umsetzung des Corona-Aufholpakets, einem Programm des Bundes zur Bewältigung der Folgen pandemiebedingter Schul- und Kita-Schließungen.

Nach der Förderung zusätzlicher Sprach-Kitas habe die Stadt nun die Zusagen für Gelder aus dem Bundeshaushalt über 770.000 Euro in diesem und 1,5 Millionen Euro im kommenden Jahr erhalten. Die Gelder werden nun an die Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe weitergereicht, damit sie schnell zur Einstellung von Fachkräften und der Umsetzung von zusätzlichen Angeboten genutzt werden könnten. Sowohl schulische als auch außerschulische Angebote profitierten von diesem Programm, so Lindh.

„Das Corona-Aufholpaket ist eines der wichtigsten Programme in der Krisenbewältigung. Die jüngsten in unserer Gesellschaft, die am wenigsten von der Krankheit bedroht waren, haben am meisten Solidarität geübt. Sie mussten verzichten auf Betreuungs- und Lernangebote, den Kontakt zu anderen Kindern und haben deshalb jede Unterstützung verdient, die unsere Gesellschaft ihnen bieten kann. Zwei Milliarden Euro sind ein entscheidender Schritt, um Fachkräfte einzustellen und Angebote auszuweiten. Der Bund unterstützt hier die Länder und Kommunen in dieser wichtigen Aufgabe.

Alle Studien und Beobachtungen zeigen, dass die Schließung von Kitas und Schulen Spuren hinterlassen hat. Sprachdefizite, Lernrückstände und der fehlende Umgang mit anderen Kindern und Jugendlichen müssen so schnell wie möglich ausgeglichen werden. Das Corona-Aufholpaket ist dabei breit aufgestellt: Von der Sprach-Kita über die Ferienfreizeit bis hin zur Nachhilfe werden die unterschiedlichen Bedarfe abgedeckt. Dabei wird das Rad nicht neu erfunden, sondern an die Expertise der bestehenden Einrichtungen angeknüpft. Gerade für unsere Heimatstadt Wuppertal, die leider viel zu stark von (Kinder-)Armut betroffen ist und in der Sprachförderung eine starke Bedeutung hat, ist jeder investierte Euro Gold wert.

Ich begrüße es sehr, dass das SPD-geführte Bundesministerium für Familien die Umsetzung des Pakets so schnell erfolgreich in die Wege geleitet hat und erste Maßnahmen bereits beginnen konnten. Für das kommende Schuljahr gilt aber auch: Schulschließungen müssen vermieden werden. Kinder und Eltern verdienen schnellstmöglich eine Klärung, wie ein durchgehendes Schuljahr ermöglicht werden kann. Die fehlende Antwort in Sachen Luftfilter ist leider ein Negativ-Beispiel. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei.“

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