Rodungsgenehmigung für den Osterholz laut Oetelshofen erteilt

Oetelshofen hat nach eigener Aussage eine Rodungsgenehmigung bekommen - Bürger*innen-Initiative Osterholz bleibt! organisiert Aktionswoche im Juni - Bürger*innen-Initiative Osterholz bleibt! fordert öffentlichen runden Tisch

Termine:

Kundgebung:
Sonntag 06. Juni 14:00 Uhr auf der Lichtung an der Wiederaufforstung zwischen Wanderparkplatz Hermgesberg, Haan und Osterholzer Straße, Wuppertal. Eine Person steht am Wanderparkplatz und weist den Weg.

Demonstration:
Samstag 12. Juni, 14:00 Uhr, Döppersberg (Bahnhofsvorplatz Hbf), Wuppertal

Fahrraddemo:
Donnerstag 17. Juni, 14:00 Uhr, vom Wanderparkplatz Hermgesberg, Haan zur Historischen Stadthalle, Wuppertal, in der der Stadtrat tagt.

Oetelshofen hat nach eigener Aussage eine Rodungsgenehmigung bekommen – Bürger*innen-Initiative Osterholz bleibt! organisiert Aktionswoche im Juni – Bürger*innen-Initiative Osterholz bleibt! fordert öffentlichen runden Tisch

Die Firma Oetelshofen hat heute eine Pressemitteilung herausgegeben, in der die Geschäftsführung der Firma bekannt gibt, dass sie heute den Planfeststellungsbeschluss zur Genehmigung der Erweiterung der Halde Oetelshofen erhalten haben. Konkret heißt dies, dass die Firma nach eigener Aussage eine Rodungsgenehmigung für 5 Hektar Wald zuzüglich der Vernichtung von 3,5 Hektar Aufforstungen im Osterholz Wald bekommen haben.

In dieser Pressemitteilung diffamiert die Firma die Initiative „Osterholz bleibt!“, in dem sie unter anderem fälschlicherweise behauptet, dass die Kritik der Initiative dazu führte das „im Frühjahr 2021 sogar zum Verbarrikadieren von Wander- und Rettungswegen im Osterholz mit Stacheldraht und Baumstämmen führte.“. Wir möchten hier noch einmal klar stellen, dass die Waldbesetzung eine eigenständige Aktionsgruppe ist, die ihre eigenen Entscheidungen trifft. Die permanenten Kriminalisierungsversuche der Firma Oetelshofen sowohl der Initiative „Osterholz Bleibt!“, als auch der Waldbesetzer*innen dienen lediglich dazu, von den geplante Rodungen im Osterholz und deren negativen Folgen für die Allgemeinheit abzulenken.

Die Firma Oetelshofen erklärt in ihrer heutigen Pressemitteilung auch, dass die Gespräche zwischen der Firma Oetelshofen am Anfang positiv verliefen. Dies ist zwar richtig, wir wollen aber darauf hinweisen, dass die Firma Oetelshofen von Anfang an deutlich machte, dass sie nicht von ihren Plänen, 5 Hektar Wald im Osterholz zu roden abrücken werde. Alternativlösungen wurden immer wieder abgelehnt, so schnell dass klar wurde, dass die Firma diverse Alternativlösungen nicht ernsthaft geprüft haben kann. Dies sind aus Sicht der Initiative Osterholz bleibt die Gründe dafür, dass die Gespräche mit der Firma Oetelshofen gescheitert sind.

Einer der Sprecher der Bürgerinitiative, René Schuijlenburg sagt dazu: „Die Gespräche sind gescheitert, weil Oetelshofen von Anfang an klar gemacht hat, dass sie an ihrem Rodungsplänen festhalten werden. In der Öffentlichkeit wurden dann immer wieder Nebelkerzen gezündet, wie zum Beispiel die Bekanntgabe des temporären Rodungsverzichts. Dies tat die Firma in einer Zeit, in der noch gar keine Genehmigung vorgelegen hat. Die Firma spannte sogar den Wuppertaler Oberbürgermeister Uwe Schneidewind vor ihren Karren mit diesem PR Coup.“

In Mai wurde erneut eine Alternativlösung vorgeschlagen, damit der Osterholz Wald gerettet werden kann. Aber kurz darauf ließ einer der Geschäftsführer, Moritz Iseke, dann in einem Artikel in der Westdeutschen Zeitung die Katze aus dem Sack und sagte: „Wir halten grundsätzlich an der Haldenerweiterung fest.“ Damit wurde endgültig klar das der im Februar angekündigte temporäre Rodungsverzicht nur eine PR Maßnahme der Firma Oetelshofen war.

Marjolein Schlüter, Vorsitzende von Naturrettung e.V. und Anwohnerin am Osterholz meint:“ Meine Fachaufsichtsbeschwerde wegen der artenschutzrechtlichen Prüfung, die ich am 23. April beim Ministerium eingereicht habe, ist noch nicht bearbeitet worden. Der Artenschutz wird hier von der Unteren Naturschutzbehörde Wuppertal mit Füßen getreten.
Die Halde ist seit 2005 im Regionalplan als BSN (Bereich für den Schutz der Natur) dargestellt. Die Stadt Wuppertal hat bis heute ihren Flächennutzungsplan nicht geändert. Was sich hier abspielt, ist ein Skandal“.

Die Bürger*innen-Initiative „Osterholz bleibt!“ wird weiterhin für den Erhalt des Osterholz Waldes kämpfen, sowohl auf juristische Wege, als auch durch Proteste auf der Straße. Am 6. Juni findet auf der Lichtung an der Aufforstung zwischen Wanderparkplatz Hermgesberg und der Osterholzer Straße eine Kundgebung statt. Am 12. Juni findet in Wuppertal eine Demonstration für den Erhalt vom Osterholz Wald statt. Die Demonstration startet um 14:00 Uhr auf dem Döppersberg (Bahnhofsplatz, Hbf Wuppertal). Am 17. Juni findet eine Fahrraddemonstration statt. Sie startet um 14:00 Uhr auf dem Wanderparkplatz Hermgesberg und wird zum Tagungsort der Ratssitzung der Stadt Wuppertal fahren.

Schuijlenburg dazu: „Wir fordern vom Wuppertaler Stadtrat, eine klare Positionierung für Klima-, Umwelt- und Artenschutz und aktive Bemühungen um die Entwicklung von Alternativkonzepten zur Teilrodung des Osterholz Waldes. Oberbürgermeister Uwe Schneidewind hat hier die Chance, den vielen Versprechungen aus seinem Wahlkampf Taten folgen zu lassen. Bis jetzt sprach er zwar mit der Firma Oetelshofen, jedoch nicht mit uns. Es wird Zeit, dass die Hinterzimmergespräche aufhören und stattdessen ein öffentlicher runder Tisch stattfindet, wo ernsthaft über Alternativlösungen gesprochen wird. Zu einer Zeit in der sich die Klimakrise immer weiter zuspitzt kann es nicht sein, dass Wald aus Profitgründen gerodet wird. Im Osterholz Wald können wir alle hier und jetzt etwas für das Klima tun. Wir fordern, dass ein öffentlicher runder Tisch stattfindet, an dem gemeinsam über Alternativlösungen gesprochen wird, damit der Wald endgültig gerettet wird.“

Bürger*innen-Initiative „Osterholz Bleibt!“, 31. Mai 2021.

Blog der Bürgerinitiative Osterholz bleibt!

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