28.05.2021

Was passiert an der Bromberger Straße

Die Einrichtung an der Bromberger Straße ist vielmehr als ein Seniorentreff.

Im März hat der Betriebsausschuss APH und Kiju beschlossen, dass der Seniorentreff an der Bromberger Straße kurzfristig saniert wird, da über die Wintermonate dort ein Wasserschaden aufgetreten ist. Bisher sind trotz mehrfacher Aufforderung weder Maßnahmen sichtbar, um den Schaden zu beseitigen noch um die Sanierung durchzuführen. Daher holt die SPD-Ratsfraktion dieses Thema mit einer Anfrage erneut auf das politische Tableau.

Arif Izgi, Sprecher der SPD-Fraktion im Betriebsausschuss APH/Kiju, erklärt zu diesem Themenkomplex: „Die Einrichtung an der Bromberger Straße ist vielmehr als ein Seniorentreff. Die Verwaltung bestätigt, dass das Objekt vor Corona von rund 4.200 Besucherinnen und Besuchern genutzt wurde. Nach der Bewältigung der pandemischen Lage wollen die Nutzerinnen und Nutzer wieder in die Einrichtung. Von daher erwarten wir, dass unverzüglich die Beschlüsse der zuständigen Ratsgremien umgesetzt werden und das Gebäude Bromberger Straße 28 zügig wieder nutzbar gemacht wird.“

Bereits mit der Umgestaltung des Carnaper Platzes hatten insbesondere die Finanzverwaltung und Teile der CDU und Grünen versucht, den Seniorentreff dem Rat und seinen Gremien madig zu machen. So wurde bereits im Sommer 2018 der ersatzlose Abbruch vorgeschlagen, um das Objekt durch eine Wiese zu ersetzen.

Lukas Twardowski, sozialpolitischer Sprecher, weiter: „Für die ehrenamtlich tätigen Menschen in der Bromberger Straße als auch die überwiegend älteren Besucherinnen und Besucher bedeutet ein Abriss eine Ohrfeige. Deshalb hatten und setzen wir uns für den Erhalt und die Instandsetzung ein. Dies mündete auch 2019 in einen entsprechenden Gremienbeschluss. Noch in der letzten Ratssitzung wurde einstimmig die Einführung der Ehrenamtskarte beschlossen, um den ehrenamtlich aktiven Menschen Wertschätzung entgegenzubringen. Gleichzeitig scheint die Verwaltung von ihren Abrissplänen, dieses für das Ehrenamt wichtigen Objektes, nicht abzurücken. Ich kann den Eindruck nicht ganz zur Seite schieben, dass die Vergrößerung des Wasserschadens bewusst in Kauf genommen wird. Anders ist nicht zu erklären, dass nach einem Wasserschaden im Winter der schimmelbewachsene Teppich noch immer nicht entfernt wurde. Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister auch hier die Umsetzung von Gremienbeschlüssen sicherstellt.“

 

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