26.04.2021

Lindh zu Wasserstoff-Projekt auf Korzert

Schreckensszenarien zu Wasserstoff-Projekt auf Korzert unseriös

Der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Helge Lindh hat den AWG und den WSW seine Unterstützung für den Erhalt der AWG-Wasserstoffproduktion auf Korzert zugesichert. Das Problem sei der Bundesumweltministerin Svenja Schulze bereits kommuniziert worden. Lindh befindet sich hierzu im intensiven Austausch mit der Bundesumweltministerin. Öffentliche Schreckensszenarien ohne vorherigen Austausch mit dem Bundesumweltministerium hält Lindh hingegen für unseriös und dem Projekt abträglich:

„Ein Ende der Wasserstoffproduktion auf Korzert wäre ein herber Rückschlag für die Wasserstoffstrategie der Bundesregierung. Das habe ich, wie auch schon mein Kollege im Landtag, Dietmar Bell, dem Bundesumweltministerium und der Ministerin persönlich, erläutert. Das Problem ist der Ministeriumsspitze bekannt. Zwar ist es richtig, dass der Wasserstoff aus einer Müllverbrennungsanlage nicht per se klimaneutral ist. In der aktuellen Situation, in der erstmals groß skalierbare Wasserstoffanlagen und Fuhrparks entstehen, benötigen wir diese aber dringend, um neue Mobilitätsformen überhaupt ausprobieren zu können. Hier muss ein Kompromiss gefunden werden, der das Klima schützt und den Betrieb der innovativen Anlage auf Korzert weiter ermöglicht. Darüber ist eine sachliche und vor allem fachliche Diskussion zwischen den Beteiligten nötig und bereits im Gange.

In einem nächsten Schritt brauchen wir für grünen Wasserstoff ausreichend erneuerbare Energien. Hier wäre übrigens insbesondere die schwarz-gelbe Landesregierung gefragt, die den Ausbau der Windenergie seit Jahren mit immer höheren Auflagen blockiert. Klimaschutz muss vorangebracht werden, aber sinnvoll und technologieoffen. Dazu zählt auch, die Wasserstoffproduktion aus der Müllverbrennungsanlage zu nutzen, um die Grundlage für einen Ausbau der H2-Technologie zu legen.

Wenig Verständnis habe ich hingegen für öffentliche Schreckensszenarien ohne faktenbasierte Grundlage. Herr Todtenhausen hätte hierzu vorher zumindest mit dem Umweltministerium in den Austausch treten können. Gern hätte auch ich ihn bei entsprechender Nachfrage mit den nötigen Informationen versorgen können. Unterstützung für den Erhalt des Wasserstoff-Projekts wäre im Übrigen auch von Seiten der Wuppertaler Grünen und CDU wünschenswert. Entsprechende Positionierungen sind mir hierzu nicht bekannt. Was gerade bei den Grünen verwundert, da deren Bundestagskandidatin laut eigener Aussagen schwerpunktmäßig für Stadtentwicklung und Verkehr stehen will. Im Interesse des Projekts wäre es, so besonnen und klug vorzugehen, wie es AWG und WSW seit Wochen tun und für das Projekt werben. Parteipolitisch motivierte Querschüsse schaden vor diesem Hintergrund nur.“

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