25.11.2020

Mehrweg schenken“ – Trink Wasser ohne Plastik-Abfall!

Nachhaltig, umweltschonend und manchmal sogar ganz schön schick: Wiederverwendbare Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl! Anlässlich der europäischen Woche der Abfallvermeidung vom 21. bis 29. November richtet die Verbraucherzentrale NRW den Blick auf das Thema Mehrweg beim Wassertrinken.

 „Wer Wasser aus der Leitung abfüllt und trinkt, spart viel unnötigen Verpackungsmüll – jeden Tag“, erklärt Caroline Pilling von der Verbraucherzentrale in Wuppertal. „Unter dem Motto „Mehrweg schenken“ weist sie auf die Vorzüge der wiederbefüllbaren Trinkflasche als praktischen Behälter auf dem Schreib- und Esstisch oder für unterwegs hin:
  • Verpackungsmüll nimmt weiter zu: Derzeit liegt das Pro-Kopf-Aufkommen bei 227,5 Kilogramm. Ein Hauptgrund dafür liegt auch in der Zunahme von Kunststoffflaschen für Getränke. Mineralwasser etwa wird zum großen Teil in Einweg-Kunststoff-Flaschen abgefüllt. Fast 85 Ein-Liter-Einweg-Flaschen verbraucht jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr. Wiederbefüllbare Trinkflaschen sind eine prima und leicht zu realisierende Alternative gegen den wachsenden Berg an Plastikmüll.
  • Richtige Trinkflasche wählen: Die Flasche sollte eine weite Öffnung haben und keine Rillen oder Kanten aufweisen, damit sie gut zu reinigen ist. Flaschen aus Glas oder Edelstahl sind deshalb besonders empfehlenswert, weil sie sich gut mit heißem Wasser ausspülen und reinigen lassen. Außerdem sind sie spülmaschinentauglich, geschmacksneutral und geben keine Schadstoffe an das Getränk ab. Edelstahlflaschen sind in puncto Langlebig- und Unzerbrechlichkeit die erste Wahl. Doch auch Glasflaschen können durch Ummantelungen oder Hüllen weitgehend vor Bruch geschützt werden.
  • Trinkwasser schützt die Umwelt und ist preiswert: Leitungswasser ist ein idealer Durstlöscher. Es ist deutschlandweit von sehr guter Qualität. Sofern keine Bleileitungen im Haus sind, kann das kühle Nass aus dem Hahn problemlos getrunken werden. Leitungswasser ist circa 100-mal preiswerter als Mineralwasser aus Flaschen und wird direkt ins Haus geliefert. Wer Leitungswasser statt Flaschenwasser trinkt, schont das Klima. Rund 600 Mal weniger Kohlendioxid wird durch die Aufbereitung eines Liters Leitungswassers gegenüber einem Liter Mineralwasser ausgestoßen.
  • Schluck aus der Pulle aufpeppen: „Infusedwater“ heißt die Idee, die Trinkwasser in ein leckeres Getränk verwandelt. Hierzu Leitungswasser mit kleingeschnitten Früchten, Gemüse oder Kräutern aromatisierenund ohne Zucker mit frischem Wasser in eine Karaffe oder Flasche füllen. Am besten passt hierzu frisches Obst nach Jahreszeit – Orangen im Winter, Erdbeeren im Frühjahr, Blaubeeren im Sommer, Äpfel im Herbst. Als Gemüse eignen sich Gurke und Möhren gut. Frische Kräuter wie Minze, Rosmarin oder Thymian geben dem Wasser zusätzlich Aroma.
Rezeptpostkarten mit leckeren Rezepten für Infused Water können Sie noch bis Weihnachten über umwelt.wuppertal@verbraucherzentrale.nrw kostenlos anfordern.
Während der Europäischen Woche der Abfallvermeidung regt die Umweltberatung Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer kreativen Aktion zum Nachdenken an:

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Kommentare

  1. Wecker sagt:

    Und wer prickendes Blubberwasser will, ein Sodastreamer hat eine bessere Umweltbilanz als Mehr- oder Einwegflaschen.

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