30.10.2020

Gemeinsam Ressourcen schonen und das Klima schützen

So können Wuppertaler aktiv werden - Ob T-Shirt, Toaster, Smartphone oder Brötchen: In jedem Produkt, das wir kaufen und nutzen, stecken Rohstoffe, Wasser und Energie. Damit hat unser Konsum erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Klima.

Umso wichtiger, dass wir Elektrogeräte und Kleidung, aber auch Lebensmittel nicht unnötig wegwerfen. „Jeder und jede Einzelne kann etwas tun, um wertvolle Ressourcen zu schonen – und gemeinsam klappt vieles noch besser und macht sogar Spaß“, sagt Umweltberaterin Anne Sprinz. Im Rahmen der Aktion „GlücksTaten“ gibt sie folgende Tipps:

Second-Hand-Kleidung wählen: Wer gebrauchte Kleidungsstücke kauft oder mit Freunden und Familie tauscht, schenkt T-Shirt, Jeans und Co. ein zweites Leben. Das ist gut so, denn für die Produktion von Textilien wird sehr viel Wasser, Boden und menschliche Arbeitskraft eingesetzt. Chemikalien und Mikroplastik belasten die Umwelt. Fürs Tauschen und Verkaufen von Kleidung für Damen, Herren und Kinder gibt es auch verschiedene Internetplattformen. Im Netz finden sich zudem viele Tipps, wie gebrauchte Mode zu schicken neuen Stücken umgearbeitet werden kann (Upcycling).

Dinge leihen und teilen statt kaufen. Wie oft braucht man tatsächlich eine Bohrmaschine, einen Häcksler oder ein Zelt? Und wie viele gelesene Bücher stehen im Regal? Garten- und Elektrogeräte lassen sich bei entsprechenden Anbietern gegen Gebühr ausleihen anstatt sie neu zu kaufen. Aber auch in der Nachbarschaft oder im Freundeskreis gibt es wahrscheinlich einen großen Fundus an Geräten und Dingen, die verliehen oder ausgeliehen werden könnten. Warum nicht eine „Tauschbörse“ in der Hausgemeinschaft organisieren? In Wuppertal gibt es schon an vielen Standorten offene Bücherregale, zum Beispiel am Laurentiusplatz.

Reparieren statt wegwerfen. Der Toaster streikt, das Smartphone-Display hat ‘nen Sprung, der Reißverschluss am Rucksack klemmt: Die meisten Gebrauchsgegenstände sind früher oder später kaputt oder haben eine Macke. Einfache Reparaturen sind aber auch für Laien möglich. Dabei helfen Anleitungen in Fachbüchern, Fachzeitschriften und im Internet. Für viele defekte Alltagsgegenstände oder deren Teile – etwa fürs kaputte Display eines Smartphones – sind spezielle Reparatur-Sets im Handel erhältlich.

Lebensmittel retten. Der Geburtstagskuchen wurde nicht aufgegessen? Der Urlaub steht bevor und es liegen noch Lebensmittel im Kühlschrank? Das Büfett für die Party war zu üppig? Jeder hat mal etwas übrig. Warum das Essen nicht mit anderen teilen anstatt es wegzuwerfen? Auch das Produkt im Supermarkt, das nahe am Mindesthaltbarkeitsdatum ist, oder das Brot vom Vortag beim Bäcker ist noch wertvoll und verdient es, auf dem Teller und nicht in der Tonne zu landen.

Plastik(-müll) vermeiden. Rund 18 Millionen Tonnen Verpackungsabfall fallen in Deutschland jährlich an. Sowohl die Herstellung als auch die Beseitigung oder das Recyceln verbrauchen viel Energie und belasten das Klima. Achtlos weggeworfene Dosen, Flaschen und Plastikschalen landen in der Natur, in Flüssen und im Meer. Beim Einkaufen kann jeder und jede darauf achten, dass keine unnötigen Verpackungen im Korb landen. Am leichtesten geht dies in Unverpackt-Läden.

Eine Auswahl an Wuppertaler Initiativen, deren Engagement dazu beiträgt Ressourcen zu schonen, hat die Verbraucherzentrale in einer Liste zusammengestellt. Weitere Informationen und die Liste stellt gerne die Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Wuppertal zur Verfügung (Tel. 0202 693 758 05 oder E-Mail: wuppertal.umwelt@verbraucherzentrale.de).

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