23.06.2020

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Digitale Ausstattung für sozial benachteiligte Kinder gewährleisten!

Der Rat der Stadt Wuppertal verabschiedete in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den FDP-Antrag zur verbesserten digitalen Ausstattung mit mobilen Endgeräten für sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler.

„Ein nicht unerheblicher Teil der Schüler und Schülerinnen, die derzeit per homeschooling unterrichtet werden, dürfte den Anschluss an den Schulstoff seit Schulschließung am 16. März verloren haben. Denn viele Schülerinnen und Schüler verfügen nicht über einen Computer, Laptop oder Tablet“, so Karin van der Most, bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal. „Zwar können einige Schüler auf dem Gerät ihrer Eltern zurückgreifen, aber das reicht für das Homeschooling nicht aus, wie die Schulleiter im Rahmen der letzten Schulausschusssitzung berichtet haben. Wenn Lehrer jeden Tag neue Arbeitsblätter in ISERV einstellen oder per E-Mail versenden und Videokonferenzen mit ganzen Klassenverbänden abhalten, dann reicht es nicht, wenn Schüler zu Hause einen Zugang zu einem PC haben, den sie sich mit Geschwistern oder im Homeoffice arbeitenden Eltern teilen müssen. Umso mehr freuen wir uns, dass der Rat einstimmig unseren Antrag verabschiedet hat, denn so kann sichergestellt werden, dass alle diejenigen die notwendige technische Ausstattung vom Schulträger erhalten, denen zu Hause der Zugang hierzu fehlt.“

Den Freien Demokraten ist es wichtig, dass allen Kindern der bestmögliche Zugang zur Bildung, unabhängig vom Einkommen der Eltern, ermöglicht wird.

Der FDP-Antrag umfasst drei zentrale Forderungen, die der Verwaltung mit auf den Weg gegeben wurden. Neben der Evaluierung des tatsächlichen Bedarfs an Geräten, wurde die Verwaltung beauftragt, die an den Schulen bereits vorhandenen Endgeräte zu ermitteln, die nicht für den Präsenzunterricht benötigt werden. Weiter sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für entsprechende Leihverträge angepasst werden.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, wie weit unsere Schulen beim Thema Digitalisierung hinterherhinken. Es muss gewährleistet sein, dass Schülerinnen und Schüler auch ohne Präsenzunterricht uneingeschränkten Zugang zur Bildung haben. Wir hoffen zwar alle, dass die Corona-Pandemie schnell überwunden wird, aber auch selbst nach den Sommerferien bleiben Einschränkungen möglich. Diese dürfen spätestens dann nicht mehr zu Lasten der Bildung der Schülerinnen und Schüler gehen“, so van der Most.

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