07.10.2019

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Dokumentarfilm »Hinter Türen« über häusliche Gewalt

Premiere am 07.10.2019 um 19 Uhr im Rex Filmtheater Wuppertal (Kipdorf 29) Eintritt frei*. Im Anschluss an die Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion.

Filmpremiere »Hinter Türen«  Eine Dokumentation über häusliche Gewalt

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Am 07.10.2019 um 19 Uhr findet im Rex Filmtheater Wuppertal (Kipdorf 29) die Premiere der Filmreihe »Hinter Türen« über häusliche Gewalt statt.

Der Eintritt ist frei*
Im Anschluss an die Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion.

Kartenreservierungen beim Medienprojekt Wuppertal. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden.
Der Film ist ab der Premiere als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD und als Streaming erhältlich. Bestellung beim Medienprojekt Wuppertal.

Jährlich werden ca. 139.000 Fälle von Gewalt in Paarbeziehungen durch alle Bildungs- und sozialen Schichten, in allen Altersstufen und unabhängig vom kulturellen Hintergrund in Deutschland registriert. Die Dunkelziffer ist weitaus höher, da die Opfer die Vorfälle oft aus Scham verschweigen.

In dem Film schildern zwei betroffene Frauen und ein betroffener Mann ihre Erfahrungen als Opfer von häuslicher Gewalt in Form von verbaler, emotionaler, psychischer, finanzieller und körperlicher Nötigung.

Lisa ist durch ihre Schwangerschaft mit 19 sehr schnell mit ihrem damaligen Freund zusammengezogen. Sie erfuhr durch ihn Isolation und körperliche Gewalt. Lange fühlte sie sich schuldig für die Gewalt, die ihr angetan wurde, und spürte auch nach der Trennung noch die Macht, die der Täter über sie hatte. Durch das gemeinsame Kind besteht weiterhin regelmäßiger Kontakt zu ihm, was Lisa immer noch schwer fällt. Ihr neuer Freund gibt ihr Halt und Selbstbewusstsein, um mit ihrer Vergangenheit umzugehen.

Diana wurde erst nach einem Aufenthalt im Krankenhaus bewusst, dass sie Opfer von häuslicher Gewalt war. Seit den Vorfällen leidet sie unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. »Der Verlust ist ganz ganz schlimm, denn ich habe meinen Mann geliebt. Jedoch war die Gewalt kein einmaliger Vorfall und so musste ich gehen.« Das Strafverfahren gegen ihren Noch-Ehemann wurde wegen Mangels an Beweisen eingestellt.

Tami litt sieben Jahre lang unter psychischer, verbaler und körperlicher Gewalt in der Beziehung mit seiner damaligen Freundin. Die Angst, dass sie ihn als Täter darstellt, ließ ihn die Trennung lange aufschieben. Auch die Hilflosigkeit und fehlende Möglichkeiten, sich als Mann an jemanden wenden zu können, lähmten ihn. Nachdem er sich überwunden hatte, sich zu trennen und eine Zeitlang auf der Raststätte lebte, verarbeitet er das Erlebte, indem er mit seiner Geschichte in die Öffentlichkeit geht. Heute setzt er sich aktiv für den Männerschutz ein und gründete die ersten Männerhäuser Deutschlands.

Vorfilm und Bonusmaterial auf der DVD

Der FroschPrinz
Als alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen verliebte sich Birgitt neu und zog für ihren neuen Partner in eine andere Stadt. Sie glaubte ihren Traumprinzen gefunden zu haben. Über die Jahre fielen die Abstände seiner Wutausbrüche verbunden mit psychischer Gewalt immer kürzer aus. Der starke Wunsch, dasselbe Glück zu empfinden wie am Anfang ihrer Begegnung, ließ sie die Attacken ihres Ex-Mannes herunterspielen. Erst als die verbalen Übergriffe auf ihre Kinder übergingen, floh sie ins Frauenhaus und arbeitete dort ihre Geschichte auf. Sie gab ihrem damaligen Mann eine zweite Chance, floh aber wenig später wieder ins Frauenhaus. »Am meisten erschreckte mich, wie oft er über diese Grenze gegangen ist und ich das überhaupt nicht gemerkt habe.« Noch heute leidet sie unter Panikattacken und hat seit Jahren Angst, eine neue Beziehung mit einem Mann einzugehen.
(15 Min.)

Expertinneninterview mit der Frauenberatungsstelle Frauen helfen Frauen e.V. Wuppertal (17 Min.)

Expertinneninterview mit dem Weißen Ring Wuppertal (8 Min.)

Der Film wurde produziert vom Medienprojekt Wuppertal, gefördert von der Aktion Mensch.


* Eintritt frei für junge Menschen bis 27 Jahre und Personen, die Leistungen nach dem SGB II / SGB XII erhalten oder einen Wuppertalpass besitzen. Alle anderen zahlen 4 Euro

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