03.04.2019

Fahrradstadt Wuppertal Lärmbekämpfung Mobilitätswende nachhaltige Stadtentwicklung Radverkehrskonzept

GRÜNE: Umsetzung des Radverkehrskonzeptes nicht auf die lange Bank schieben!

Das Radverkehrskonzept für Wuppertal wurde gestern in einer Sondersitzung des Verkehrsausschusses vorgestellt. Fazit: Wuppertal kann Fahrradstadt werden, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen auch umgesetzt werden.

Dazu erklärt Anja Liebert, Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der  Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

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„Die Nordbahntrasse zeigt uns täglich, dass mit guter Fahrradinfrastruktur die Zahl der Radfahrenden rasant steigt. Das ist die zentrale Frage: Nur wer sich wohl fühlt im Straßenverkehr, nutzt das Fahrrad. Die wachsende Anzahl an leistungsstarken Rädern und Pedelecs  lässt die Topographie in unserer Stadt nicht mehr als Ausrede gelten.

Im Radverkehrskonzept wird erläutert, dass die Hauptverkehrsknotenpunkte für den Radverkehr umgebaut werden, sichere Radverkehrsanlagen angelegt und Radabstellanlagen gebaut werden müssen. Das alles spart schlussendlich viel Geld, aber bedarf zuerst Investitionen. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird sich dafür einsetzen, dass eine deutliche Aufstockung der finanziellen Mittel im Haushalt 2020/21 vollzogen wird. Darüber hinaus muss die Stadtverwaltung aus Landes- und Bundesfördermitteln Geldmittel für die Nahmobilität beantragen. Mit dem bald vorliegenden Konzept gibt es viele gute Gründe, sich an Förderprojekten zu beteiligen, Mittel zu beantragen und bei Straßenbauprojekten immer den Radverkehr mitzudenken. Das Konzept wird jetzt in den Bezirksvertretungen diskutiert.

Wir müssen im Verkehrsbereich über eine Prioritätensetzung nachdenken. Die Mobilitätswende im Rahmen des Klimaschutzes, der Verkehrssicherheit, der Lärmbekämpfung und einer nachhaltigen Stadtentwicklung kann konsequent nur gelingen, wenn der jetzige Fokus vom motorisierten Verkehr zum nicht motorisierten Verkehr verschoben wird. Die Gleichberechtigung aller Verkehrsträger wird unsere Stadt wieder mobil machen.“

 

 

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Kommentare

  1. J. Geißler sagt:

    Die Nordbahntrasse hat vor allem gezeigt, dass nur durchgängige Infrastruktur gute Infrastruktur ist und isolierte 500-m-Maßnahmen rausgeworfenes Geld sind.

    Als die Tunnel zur Bauzeit noch gesperrt waren, gab es fast nur Spaziergänger auf der Trasse. Während der B7-Sperrung ist die Fahrzeugzahl an der Bundesallee auf ein Drittel gesunken. Und ein Wuppersammler, der zwischen Kluse und Döpps unterbrochen wäre, würde wenig nützen. Eigentlich einleuchtend.

    Daher sollte der Lückenschluss auf den Radhauptrouten Prio 1 haben. Und das jährliche Radverkehrsbudget von derzeit 0,56 € pro Einwohner gehört bitte auf ein vernünftiges Maß.

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