14.12.2018

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Tanztheater in ruhiges Fahrwasser führen

Die Fraktion der Freien Demokraten (FDP) fordert in Sachen Arbeitsgerichtsurteil zur fristlosen Kündigung von Adolphe Binder als Chefin des Tanztheaters Pina Bausch keine kostspieligen, weiteren Schnellschüsse von der Stadt, sondern die Einsetzung eines unabhängigen Vermittlers, der weiteren Schaden vermeidet.

Ingrid Pfeiffer, Kulturpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion

„Dass Personaldezernent Dr. Johannes Slawig schon kurz nach Verkündung des Urteils auf Unwirksamkeit der fristlosen Kündigung den Gang in die Berufung ankündigt, ohne die Begründung gelesen und die juristisch bedenkenswerten Argumente des Richters Carsten Gironda geprüft zu haben, erscheint aus unserer Sicht hoch riskant“, so Ingrid Pfeiffer, kulturpolitische Sprecherin der FDP im Rat der Stadt Wuppertal. Ingrid Pfeiffer, die an dem Gerichtstermin persönlich teilgenommen hat, führt weiter aus: „Ich warne dringend vor einer weiteren Fehlentscheidung in der Personalpolitik im Wuppertaler Kulturbereich. Der Gang in die nächste Instanz, die wahrscheinlich kaum vor Ende 2019 verhandeln wird, bedeutet weitere circa 100.000 Euro Gehaltskosten sowie weitere Anwalts- und Gerichtskosten, die die Stadt weiter belasten.“

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Aus Sicht der Freien Demokraten sollte vielmehr darauf geachtet werden, kurzfristig eine gestandene Persönlichkeit zu finden, z.B. einen Personalvorstand eines Wuppertaler Unternehmens, der ein zielorientiertes Gespräch mit Frau Binder und ihrem Anwalt auf der einen Seite und der Stadt auf der anderen moderieren kann.

Pfeiffer abschließend: „In diesem Fall darf es nicht mehr um Schuld oder Mitschuld gehen, sondern nur um den Weg, diesen Fall mit Gesichtswahrung zu einem gütlichen und schnellen Ende zu führen. Es ist schon viel zu viel Porzellan zerschlagen worden. Die Kompanie hat Schaden erlitten und ist gespalten, die Realisierung des Pina-Bausch-Zentrums gerät ins Wanken und die gerade neu eingestellte Intendantin und der neue Geschäftsführer werden verunsichert. Es reicht ein für alle Mal.“

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