11.10.2018

Internationalismus Veranstaltungen Wuppertal

40 Jahre Informationsbüro Nicaragua – 40 Jahre Revolution in Nicaragua

Das Informationsbüro Nicaragua feiert am 20. und 21. Oktober in der Börse/Wuppertal seinen 40. Geburtstag. Die öffentliche Geburtstagsfeier verbinden wir mit einem spannenden Programm mit Gästen aus sozialen Bewegungen in Nicaragua, Honduras und El Salvador.

Programm und Ablaufplan:

Aktuelle Stellenangebote:

Samstag 11.00 bis 13.00 Uhr

Eröffnungsplenum mit drei Inputs

America Soto Garcia (Gemeindeaktivistin, Chontales): 40 Jahre Sandinismus: Im Spannungsfeld zwischen Partei, Regierung und sozialer Bewegung; Dr. Christian Helm (Universität Basel): Die deutsche Solidaritätsbewegung im Spiegel der Gezeiten; N.N. (Universität Leon/SOS Nicaragua): Aktuelle Situation und Akteursfeld der Protestbewegung

Samstag 13-14.00 Uhr

Mittagessen / Pause

Samstag 14-15.45 Uhr

Phase 1 – parallele Foren – Politisch-soziale Auseinandersetzungen in Mittelamerika

  1. Ob Bergbau, Wasserkraftwerke, exportorientierte Agrarindustrie oder Landnutzungskonflikte um die Kanalprojekte: Auch in Nicaragua setzt die Regierung im Bündnis mit den UnternehmerInnen ein extraktivistisches, auf den Export ausgerichtetes Wirtschaftsmodell um. Was heißt das für die lokale Bevölkerung, für KleinbäuerInnen und für die Umwelt? Welche sozialen Konflikte sind entstanden? Wie organisieren sich Umwelt- und Soziale Bewegungen und was sind ihre Forderungen? (mit N.N., Strategische Gruppe für Umweltschutz und Anne Tittor, Universität Jena).
    Moderation Evelyn Linde, Informationsbüro Nicaragua

  1. Freihandelspolitik und Konzernaktivitäten. Freihandel und Konzerne: Freihandelsverträge wie CAFTA-DR und das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union sollen in Mittelamerika den Außenhandel und das Wirtschaftswachstum beleben. Während dem freien Warenverkehr und Investitionen verbriefte Rechte eingeräumt werden, sucht man vergeblich nach verpflichtenden Klauseln für die Einhaltung der Menschenrechte. Was sind die Folgen der neoliberalen Politik, von Freihandelsabkommen sowie dem Vorgehen transnationaler Konzerne? Was heißt das für kleinbäuerliche Landwirtschaft, für Ernährungssouveränität und für lokale oder indigene Gemeinschaften? Dabei sollen auch mögliche Alternativen aus Perspektive der sozialen Bewegungen aufgezeigt werden (mit Everardo Ulises Perez Piche vom Red Ambientalista Comunitarios, El Salvador).
    Moderation Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua

  1. Repression in Mittelamerika: Statt die Belange und die berechtigte Kritik der betroffenen Menschen ernst zu nehmen, reagieren staatliche Institutionen mit Repression, wenn sich lokale Gemeinden gegen Bergbau- oder Wasserprojekte in Mittelamerika zur Wehr setzen. Am Beispiel der Selbstorganisation der Garifuna-Gemeinden an der Karibikküste von Honduras gegen Tourismus-Megaprojekte oder geplante „Sonderentwicklungszonen“ (Modellstädte) wollen wir uns über Formen der neokolonialen Enteignung austauschen und herausarbeiten, welche Bedeutung territoriale Rechte und strategische Güter, wie Gemeindeland für lokale Gemeinden und den Erhalt ihrer Kultur und Lebensweise haben; mit Aurelia Martina Arzú Rochez Vize-Koordinatorin der Organización Fraternal Negra Hondureña (OFRANEH);
    Moderation Samuel Weber, Ökumenisches Büro München

  1. Perspektiven der demokratischen Protestbewegung: Ausgehend von den aktuellen Protesten sind in Nicaragua neue Akteure auf den Plan getreten. Sie haben ihre eigenen Organisations- und Koordinationsformen geschaffen und sich mit den traditionellen sozialen Bewegungen in der alianza civica zusammengeschlossen. Was ist ihre politische Perspektive angesichts der Repression gegen die Proteste, welche Programmatik verbindet sie und wie agieren sie im internationalen Umfeld (mit America Soto Garcia, Nicaragua und N.N.);
    Moderation Barbara Lucas, Informationsbüro Nicaragua

Samstag 15.45 bis 16.15 Uhr

Kaffee / Pause

Samstag 16.15 bis 18.00 Uhr

Phase 2 – parallele Foren – Formen von Solidarität und Austausch

  1. Solidaritätsbrigaden – Weltwärts: Seit der Arbeitsbrigadenkampagne der 80er Jahre haben sich solidarische Reiseformen ausdifferenziert. Wie war die Zusammenarbeit früher und was ist davon zurückgeblieben? Was können Brigaden heute leisten? Warum gehen Jugendliche nach Nicaragua, welche Rolle spielt man dort? Wie ist die Perspektive nicaraguanischer Organisationen zu ausländischen Freiwilligen? Sind sie eine Hilfe? Wie sehen Beziehungen zwischen Organisationen und Freiwilligen aus? Haben Weltwärts-Dienste eine besondere entwicklungspolitische Bedeutung? (mit Samuel Weber, Ökumenisches Büro und Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua)

  1. Machtkritische Bildungsarbeit: In dem zweistündigen Workshop wollen wir einen Einblick in die Praxis der (außer)schulischen Bildungsarbeit des Infobüros geben. Dabei stellen wir einmal unsere Methodenhefte „Fokuscafé Lateinamerika“ vor, die die Themen Migration, Kolonialismus und Rassismus, Wirtschaft, Menschenrechte und Klimawandel und Umweltkonflikte behandeln und nähern uns in einem zweiten Schritt dem Thema „Machtkritik“ an, da dieser Ansatz eine wichtige Rolle in unserer Bildungsarbeit spielt. Dafür werden wir einige unserer Methoden durchspielen und sie dann unter dem Fokus „Machtkritik“ diskutieren. In der Diskussion sind die Erfahrungen mit und Perspektiven auf machtkritische Bildungsarbeit der Teilnehmer*innen gefragt. Mit Katrin Konrad, Informationsbüro Nicaragua

  1. In Nicaragua zerstören die Auswirkungen der Klimakrise bereits heute die Lebensgrundlage von Menschen. Solidarisch zu handeln heißt, die Ursachen der Klimakrise zu stoppen. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland ist eine notwendige Maßnahme auf dem Weg zur globalen Klimagerechtigkeit. Wir lernen den Begriff der Klimagerechtigkeit kennen und diskutieren verschiedene Möglichkeiten, sich hier und in Nicaragua für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Mit Evelyn Linde, Informationsbüro Nicaragua

  1. Rechtshilfe, Menschenrechtsarbeit und Schutz vor Repression. Neue Formen von Solidarität. In der Arbeitsgruppe sollen die bisherigen Erfahrungen der Solidaritätsarbeit seit dem 19.4.2018 ausgewertet, an Erfahrungen mit Aktionen zu anderen Ländern angeknüpft und praktische Perspektiven für die kommenden Monate entwickelt werden, mit Barbara Lucas, Informationsbüro Nicaragua und Vertreter*nnen aus Nicaragua

Samstag 18.00−19.00 Uhr

Abendessen / Pause

Samstag ab 19.00 Uhr

Die Diskussion und die Feier am Samstagabend sind für alle Interessierten ohne Anmeldung und ohne Teilnahmegebühren öffentlich.

Grußworte von Hermann Schulz (Autor, Vereinsmitbegründer), Videobotschaften aus dem In- und Ausland. Podiumsdiskussion „Welche Perspektive hat der Sandinismus und was heißt das für die Solidaritätsbewegung“: Fishbowl mit alten und neuen AktivistInnen der Solidaritätsbewegung,

Samstag ab 20.30 Uhr

Konzert mit Band „Capito Si“ und anschließend Disco

Sonntag 9.00−11.30 Uhr

Offenes Format – Frühstücksbuffet, Ecken für Gesprächsangebote,

– Film: Wir haben damals geglaubt hier was verändern zu können!

Sonntag 12.00 – 16.00 Uhr

Treffen der Nicaragua-Gruppen – Vereinbarungen für die weitere Arbeit.

Infos und Anmeldung:

Informationsbüro Nicaragua

0202-300030

info@informationsbuero-nicaragua.org

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Bitte gebt an, an welchen Foren/Workshops ihr teilnehmen möchtet.
Die Zahl der möglichen TeilnehmerInnen pro Forum ist begrenzt.

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