11.03.2010

Film medienprojekt Meelman Video

Medienprojekt plant Video-Aktion über den „Niedergang Wuppertals“

Der Titel der Aktion, die vom 19. bis 21. März stattfinden wird, ist an Deutlichkeit kaum zu überbieten: "Wuppertal kackt ab".

wuppertal_kackt_ab

Das Wuppertaler Medienprojekt lädt interessierte Videofilmer ein, Filme „gegen bzw. über den Niedergang Wuppertals“ zu drehen. Die Beiträge sollen öffentlich gezeigt und im Internet präsentiert werden. Videokenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen können direkt an das Medienprojekt gemailt werden.

Die Aktion erinnert an den kontrovers diskutierten Song „Wuppertal stirbt“ von „Meelman“, der seit Januar bei YouTube mehr als 13.000 mal angesehen wurde:

Das Medienprojekt ist von den vorgesehenen Sparmaßnahmen im Sozialhaushalt der Stadt direkt betroffen und wehrt sich zur Zeit mit einer Kampagne gegen die Kürzungen.

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Kommentare

  1. flunkert sagt:

    Ein paar Beispiele

    Opernhaus, Schwimmoper, Synagoge, Zooerweiterung um 30% mehr Fläche, Pinguinhäuser im ZOO, Feuerwache Heckinghausen, Feuerwache Korzert, Feuerwache Linde, Schulsanierungen (z.B. 36 Millionen Euro für das Schulzentrum OST) , Sichere Kindergärten (Kein Sicherheitsrisiko durch Brandschutzprobleme), Saniertes Schulzentrum Süd, Sanierte Stadthalle, der Ritter von Elberfeld, Sanierung Haus der Jugend Barmen, Sanierung Stadtbibliothek, Neubau Stadthaus Ronsdorf, über 600 Millionen Euro Investition in die Infrastruktur unserer städtischen Gebäude in 11 Jahren, 30% weniger Energieverbrauch durch sachgerechte Investition in städtische Gebäude mittels des KII Programms, Saniertes Stadtbad Langerfeld, Sanierte Sporthalle Heckinghausen, Neue Sporthalle an der Gathe uva. vielleicht reicht das fürs erste lieber cornhill

    Ps.

    Wenn wir in Wuppertal gut gegessen haben, sagen wir ‚war nicht schlecht‘ ein Kölner würde sagen ‚ das war lecker‘ … oftmals eine Frage der Einstellung

  2. Ich habe durchaus Verständniss dafür, wenn sich Einrichtungen dagegen wehren, dass Ihnen etwas weg genommen wird. (Kinder machen das auch immer so) Als Bürger dieser Stadt habe ich aber kein Verständniss dafür, wenn Gruppen oder exponierte Persönlichkeiten die im wesentlichen vom Geld der Bürger dieser Stadt leben, Kampagnen gegen das Ansehen dieser Stadt entwickeln und bundesweit ausbreiten. Wuppertal kackt nicht ab und Wuppertal stirbt auch nicht. Wuppertal reduziert sich gerade auf in etwa das, was es sich noch leisten kann (wenigstens ansatzweise). Das bedeutet, das wir mit weniger auskommen werden müssen. Das schmerzt! Aber es bedeutet nicht den Untergang dieser Stadt. Wer das nicht glaubt, soll sich doch mal in der Welt umsehen. Gerade die jungen Menschen sollten grundsätzlich interessiert sein, das endlich mit dem Sparen begonnen wird. Unter uns: Der ganze Wohlstand den sich unsere Gesellschaft in den letzten 20 Jahren zu Unrecht geleistet hat, werdet ihr in den nächsten Jahren erarbeiten müssen. Die Kohle ist aber schon ausgegeben, daher habt ihr nur noch den Schuldendienst zu leisten incl. der Zinsen. Deshalb sollten gerade die jungen Generationen hier noch viel mehr Sparleistung einfordern. Je mehr jetzt gespart wird, umso eher werden sich die nächsten Generationen auch mal wieder etwas leisten können. Wer aber heute das Ansehen und Image Wuppertals endgültig zerstört, trägt leider massiv dazu bei, das es immer weniger Investitionen in die Zukunft dieser Stadt geben wird. Und das wäre dann vielleicht wirklich das Aus!
    Herzliche Grüße aus der VillaMedia – Jörg Heynkes

    1. cronhill sagt:

      Welches Image der Stadt Wuppertal?

      Lieber Herr Heynckes,
      vielleicht haben Sie Interesse hier einmal aufzulisten, welches positive Image der Stadt die Kampagne zerstören wird. Ich glaube ja auch, dass es da noch Reste geben wird, kann sie aber im Moment nicht sehen. Können Sie helfen?

      Sie müssen da Dinge wissen, die mir entgangen sind.

      Herzliche Grüße aus Barmen – Thomas Schürmann

      1. Kollege Flunkert hat ja schon vieles genannt. Vielleicht noch ein paar andere Dinge die man benennen kann: Hohe Lebensqualität durch hohen Anteil an Natur innerhalb der Stadt, fantastische städtische Quartiere wie z.B. Ölberg, Luisenviertel, Arrenberg, Zooviertel, Briller Viertel, Toelleturm, etc…., Haardt, Barmer Anlagen, gute Verkehrliche Anbindung, 3 Flughäfen in der Nähe, Skulpturenpark und so fantastische Förderer wie Tony Cragg, Engels Haus, Schwebebahn, von der Heydt Museum, Rex Theater, TiC Theater, VillaMedia, Elbafabrik, Der Ort, tolle Kneipenszene, Tangohochburg mit Ada und all den anderen, und und und….
        Bitte nicht falsch verstehen, ja manches ist auch nicht gut in dieser Stadt! Ja, es ist schade jetzt in den nächsten Jahren auf manches lieb gewonnene verzichten zu müssen. Aber das GELD IST WEG! Wir können es nicht mehr bezahlen!!!!! Also, so blöd es ist, wir müssen uns neu organisieren und versuchen mit all dem was bleibt (siehe oben) und dem was noch zu erhalten ist, klar zu kommen. Jetzt ist es doch an der Zeit bürgerschaftliches Engagement zu zeigen. Wenn z.B. die Börse oder das Freibad so wichtig für so viele Menschen in der Stadt ist, dann erwarte ich von denen jetzt echten Fight und Einsatz um den Erhalt möglich zu machen. Nicht durch Proteste, sondern durch kreative Konzepte, eigene Leistung und Partnerschaftliches Handeln. Rumjammern hat noch niemandem geholfen! Mitmachen schon eher! Jörg Heynkes

      2. Jörn Suika sagt:

        Sehr geehrter Herr Schürmann,

        um mal nur in Barmen zu bleiben:

        – ein frisch renoviertes Opernhaus, das das Stadtbild in Barmen positiv prägt

        – darin ein Tanztheater, das weltweit seinesgleichen sucht, ein städtisches Musiktheater und ein städtisches Sprechtheater, die sich nicht zu verstecken brauchen

        – ein Haus der Jugend in Barmen, das auch als Veranstaltungsort für Jugendkultur gerade durch eine Renovierung deutlich aufgewertet wird

        – eine Musikhochsschule, um deren kulturellen Beitrag für unsere Stadt uns die meisten Städte in NRW beneiden

        – den Nordpark, die Barmer Anlagen und den Vorwerk-Park als privat betrieben, öffentliche Grünananlagen

        – eine völlig überlaufene JuniorUni, in der Kinder aller Bildungsschichten vermittelt bekommen, das Lernen und Wissen etwas schönes ist.

        – ein für hunderte Million gerade in der Renovierung befindliches Wahrzeichen, mit einer Mischung aus moderner und traditioneller Optik

        – Privatleute, die Schmuckstücke wie den Barmer Bahnhof oder die Nordparkterassen wieder aufmöbeln und wieder beleben

        – ein traumhafter Skulpturenpark

        – und das alles umgeben von Natur (einfach mal die Wanderwege durch die Kleingärten nutzen)

        – demnächst eine Nordbahntrasse (Eröffnung des erste Barmer Teilstücks am 5. Juni), bei der die Bürger sagen können, WIR haben das geschaffen

        – eine einmalige Stadtgeschicte als Herzstück der Industrialiserung auf dem europäischen Kontinent, das man gerade in unterbarmen immer noch bewundern kann

        – eine hervorragende Verkehrsanbindung im Herzen von Europas größtem Ballungszentrum

        – …

        Und hier noch ein paar Highlights der restlichen Stadt:

        – mit der Stadthalle eine der schönsten Konzerthallen Europas, die vor einigen Jahren komplett saniert und restauriert wurde

        – ein hervorragendes Sinfonieorchester, das weltweit zu Konzerten eingeladen wird

        – einen Zoo, der in den letzten Jahren für viele Millionen Euro zusätzliche Attraktionen erhalten hat

        – für Jugendliche eine Clubszene, die regelmäßig mit Preisen ausgestattet wird

        – das von der Heydt-Museum mit seiner Monetausstellung brauch man gar nicht extra erwähnen, um sich der Highlights bewust zu sein

        – …

        Natürlich gibt es zahlreiche Punkte, die in unserer Stadt besser laufen müssen:

        – wir brauchen Arbeitsplätze, Arbeitsplätze, Arbeitsplätze – damit die Menschen auch hier bleiben können

        – wir müssen das Potential der Uni viel stärker nutzen, als es in der Vergangenheit passiert ist. Sowohl um Menschen nach Wuppertal zu ziehen, als auch um mit deren Wissen neue Arbeitsplätze zu schaffen.

        – wir müssen die Stärken unserer Stadt besser nach außen verkaufen.

        – …

        – und vor allem: wir müssen etweas gegen den Hang íns unserer Stadt tun, uns nach außen möglichst schlecht zu verkaufen und nur das Negative an Wuppertal zu sehen. DAS ist das, was Wuppertal momentan wirklich kaputt machen kann.

        1. czoczo sagt:

          Sehr viele „Positive“ Beispiele haben Sie hier vorgestellt allerdings wen Sie sich das noch einmal überlegen …
          -Opernhaus … wunderschön Renoviert – aber die „zubetonierte“ Landebahn vor dem Opernhaus es passt zu dem gesamten Bild des Wuppertal . Einfach unpassend zu dem Opernhaus
          -Vorwerk Park – Wan waren Sie dort letzte mall?
          Ich bin dort seit Paar jahren fast jede Monat und von Monat zu Monat sieht immer schlimmer aus . Es tut sich was . es ist war . Aber bei dem tempo können die Schäden nie beseitigt Sein . Es muss einfach mehr Geld=Gertner eingestellt werden
          -Nordbahntrasse – ist eine Bürgeiniziative – die das Stilstehende bahn wenigstens ins Leben bringt
          -eine hervorragende Verkehrsanbindung … – Ja vor allem wen man mit der Bahn fährt und in Hauptbahnhof einsteigt .

          und und und ….

          Sie haben Natürlich recht , die Bürger sollen/müssen ein Positive Bild auch nach aussen Zeigen . Aber sollen aus dem Grund die Negative Bild verschweigen ?
          NEIN . Es ist wichtig sowas Laut und Deutlich auszusprechen .
          Das entlich die Oben sehen was es in dem Stadt los ist .

          Und es ist noch mehr als in dem Bericht un den Kommentaren gesagt wurde .

    2. Wuppertal macht bundesweit Schlagzeilen:

      Süddeutsche Zeitung: Am Abgrund
      http://tinyurl.com/yh2jegw

      Tagesspiegel: Die Schulden führen Regie
      http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Steuern-Schulden;art271,3032566

      TAZ die tageszeitung: Kaputtsanieren – so geht’s
      http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/kaputtsanierung-so-gehts/

      1. Guido Halfmann sagt:

        Nur nebenbei: Das ist keine „Kampagne gegen das Ansehen der Stadt“, sondern der Aufruf zu einer kreativen künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Thema…

      2. Jörn Suika sagt:

        Das ist ja genau das Problem: Man freut sich in Wuppertal darüpber, wenn man so bundesweit in der Presse steht.

        Andere Städte, denen es ähnlich geht, versuchen zumindest, sich nach außen positiv darzustellen. Wir kehren lieber das Negative nach außen.

        1. Wie geht die Politik damit um, wenn – wie Herr Heynkes schreibt – „exponierte Persönlichkeiten die im wesentlichen vom Geld der Bürger dieser Stadt leben, Kampagnen gegen das Ansehen dieser Stadt entwickeln und bundesweit ausbreiten“?
          Ist das im Zuge der Auseinandersetzungen um den richtigen Konsolidierungskurs unvermeidlich? Oder sollten die Verantwortlichen mit gutem Beispiel vorangehen und einen konstruktiven Diskurs organisieren, der den Bürgern der Stadt attraktive Perspektiven aufzeigt?

          1. roswitha muyer sagt:

            „Wuppertal kackt ab“, das ist doch genau dass, was durch unsere Politik in diesen Tagen in die Öffentlichkeit getragen wird. Mit Botschaften wie „wir schließen das Schauspielhaus – wir müssen sparen“, mit der Ankündigung sämtliche städtische Gelder für die Börse zu steichen, wird durch die Verantwortlichen genau dass als vermeintliche Tatsache nach draußen getragen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass Jugendliche drastisch auf den Punkt bringen, was Ihnen die Stadtväter tagein tagaus um die Ohren hauen. Sollte – so scheint es ja in den letzten Tagen durch – alles nur Strategie gewesen sein um Emotionen hochzupeitschen und die Aufmerksamkeit auf Wuppertal zu lenken, haben die Verantwortlichen der Stadt einen Bärendienst erwiesen. Die bei den Bürgern verursachte Verunsicherung und der nach draußen wirkende Imageschaden wird lange nicht mehr gut zu machen sein. Da würde es nur wenig nutzen wenn einzelne „exponierte“ Persönlichkeiten die von Steuergeldern schon seit Jahren hervorragende Arbeit mit Jugendlichen abliefern mit „gutem Beispiel“ voran gingen. Davon abgesehen – ich halte das Projekt „Wuppertal kackt ab“ für ein gutes Beispiel – denn genau wir Herr Halfmann gehe ich davon aus, dass eine kreative Auseinandersetzung folgen und die Diskussion beleben und weiter bringen wird. Die Stadt braucht Kreativität und junge Leute die sich einmischen- denn besonders für sie braucht die Stadt Zukunft.

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