22.06.2017

Drogenberatung Gesundheit Suchthilfe

GRÜNE: Cannabis entkriminalisieren

Zur gestrigen Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Soziales und Familie legte die GRÜNE Ratsfraktion einen Antrag zum Thema Cannabis vor.

Ilona Schäfer, gesundheitspolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion:
„Wir GRÜNEN wollen, dass der Umgang mit Cannabis entkriminalisiert wird. Da der Kauf auch kleiner Mengen strafrechtlich verfolgt wird, ist eine Kriminalisierung noch immer gang und gäbe. Wir sind mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband einer Meinung: Die Kriminalisierung behindert die Beratung von Konsument*innen oder Angehörigen, da sie Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen haben.

Wir wollen eine kontrollierte, legale Abgabe, die von einem qualifizierten Beratungsangebot begleitet wird. So kann der Schwarzmarkt ausgetrocknet und die Gesundheit der Konsument*innen besser geschützt werden.

Deshalb haben wir zur gestrigen Sitzung des Fachausschusses einen Antrag gestellt. Darin bitten wir die Verwaltung um einen Sachstandsbericht, der den Umgang mit Cannabis-Konsument*innen in Wuppertal vor dem Hintergrund der geltenden restriktiven Rechtslage beinhaltet und diesen auch fachlich bewerten soll. Weiterhin fordern wir, dass die Stadt Wuppertal sich für die Einrichtung einer Enquete-Kommission auf Bundesebene einsetzen soll, die den Auftrag hat, die rechtlichen Bestimmungen zu überprüfen.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich interessiert, meldeten aber Informationsbedarf an. Deshalb soll in der nächsten Sitzung die Drogenberatung einen Vortrag zur aktuellen Situation geben. Wir sind gespannt, wie sich die anderen Fraktionen im weiteren Verfahren zu dem Thema verhalten.“

Der Antrag im Wortlaut finden Sie hier: Sachstandsbericht zum Umgang mit Cannabis

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Kommentare

  1. Fastfoot sagt:

    Meine volle Unterstützung.

    1. Jürgen Tritt sagt:

      Schreibt die Koksnase?

    1. Stevo sagt:

      Deppen?
      In dem von ihnen geposteten link geht es NICHT um Cannabis sondern um HARTE Drogen.

      1. Jörg Strack sagt:

        Es ist gemeinhin bekannt als auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Cannabis als Einstiegsdroge gilt. Studien zeigen, dass eine Legalisierung weicher Drogen zugleich den Absatz harter Drogen begünstigt. Genau das aber leugnen und ignorieren die Grünen, ganz nach dem Motto von Ströbele „Gebt das Hanf frei!“

        1. Stevo sagt:

          „Es ist gemeinhin bekannt als auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass Cannabis als Einstiegsdroge gilt“

          Eben nicht.. Stichwort Kleiber-Studie.

          Wer sich Cannabis beim Dealer holt kommt aber immer irgendwie automatisch in Kontakt mit harten Drogen wie Speed, Koks usw. da der Dealer seinen Absatz steigern möchte und die Marge auf Cannabis eben nicht die beste ist!

          Den Lösungsungsweg den ich begrüßen würde, Cannabis ernsthaft zu entkriminalisieren (Portugal z.B.) und den Besitz von harten Drogen weiterhin bestrafen!

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