11.05.2017

Der neue Döppersberg – nur mit Seilbahn!

Ungünstige Betriebsbedingungen machen den Busverkehr teurer und unattraktiver.

Der neue Döppersberg ist das Kernstück der Stadtentwicklung wohl für die nächsten 30-40 Jahre. Städtebaulich ursprünglich ambitioniert, mit großzügiger Dimensionierung der Verkehrsanlagen und zusätzlichem Einzelhandel soll das „Entree“und damit der erste Eindruck von der Stadt für Besucher und Einheimische deutlich aufgewertet werden. Das Projekt ist mittlerweile nach anfänglichen Widerständen im Wesentlichen nicht mehr umstritten. Also alles in einhelliger Vorfreude ?

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Nein, es gibt nämlich einen ganz großen Verlierer dieser Planung: Der WSW- Busverkehr! Dieser wurde auf einen Busbahnhof in peripherer Lage verdrängt, wodurch gegenüber dem früheren Zustand jährlich 80.000 unproduktive Mehr-Kilometer gefahren werden müssen. Die Fahrzeiten des Nachtexpress-Netzes können nicht mehr gehalten werden, so dass einige Gebiete , z.B. in Vohwinkel künftig nicht mehr bedient werden.  Aber es kommt noch schlimmer: Ausgerechnet in der für den Nord-Süd-Busverkehr besonders wichtigen Bahnhofstraße wurde die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes deutlich reduziert. Wir erinnern uns: Vom alten Busbahnhof konnten die Busse ohne Behinderungen durch LSA auf eigener Spur bis zur Stadthalle durchfahren, in Gegenrichtung stand  ab Kleeblatt bis zur Bahndirektion ebenfalls eine Busspur zur Verfügung, dazu jeweils 2 Fahrspuren für den MIV, die auch weiterhin vorhanden sein werden. Die Busspuren fallen dagegen ersatzlos weg, zusätzlich sind in Richtung Stadthalle 5 Ampeln zu überqueren. Wenn sich also die Busse demnächst dort  einreihen müssen, werden sie ab Stadthalle  mit im Stau stehen. Die Gesamt-Umlaufzeit wird sich daher bei etwa 10 Linien um 10-20 Minuten und damit in einem Umfang verlängern, der pro Linie zumindest einen Zusatzkurs erforderlich macht, der etwa mit 300.000.-€ pro Jahr anzusetzen ist. Es können also im ungünstigsten Fall betriebliche Mehrkosten von etwa 3-4 Mio.-€ anfallen, denen keinerlei Einnahmen gegenüberstehen,  im Gegenteil:  Die längeren Fahrzeiten und der unzuverlässige Betriebsablauf werden die Fahrgäste eher vertreiben.

Hier hilft die Seilbahn !  Sie wird gerade das Nadelöhr Bahnhofstraße um immerhin 15-20 Busfahrten pro Stunde und Richtung und auch um eine größere Zahl Pkw-Fahrten entlasten, und damit die Staugefahr für die verbleibenden Busse und Pkw deutlich vermindern.  Unter den Verkehrsbedingungen des neuen Döppersbergs gewinnt sie dazu jeden Fahrzeitvergleich.

Link zum Lageplan Döpperberg: https://www.wuppertal.de/microsite/doeppersberg/medien/bindata/Lageplan_2_BA.pdf

 

 

Axel Sindram

www.pro-seilbahn-wuppertal.de

 

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Kommentare

  1. Volker Fahrney sagt:

    Pendelina,
    die Zweischienen Pendelbahn ist wie die Schwebebahn vor 100 Jahren, eine neue Erfindung.
    Sie löst wie die Schwebebahn ein neues Problem.
    21 000 Studenten sind eingeschrieben und wollen auf den Grifflenberg befördert werden.

    Die Zweischienen Pendelbahn braucht keine aufwändigen, teuren Gerüstkonstruktionen, sie nutzt die bestehende Infrastruktur.
    Wie an einem durchgehenden, angeschraubten Balkon fährt die Pendelbahn auf zwei Schienen hoch über den Gehwegen entlang der Häuserfronten.
    Die Parkplätze vor den Häusern können wie in der „Guten alten Zeit“ wieder als Vorgarten genutzt werden.
    Die Kabinen sind über einander angeordnet.
    Die Fahrgäste kommen über das hauseigene Treppenhaus zu ihrer Kabine.
    Mit ihren zwei unabhängig angetriebenen Rädern kann die Pendelbahn vorwärts und rückwärts fahren.
    Bei Gegenverkehr weicht eine der Pendelbahnen nach einer Vierteldrehung in eine Parkbucht aus.
    Wie ein Privatparkplatz kann diese Parkbucht zum beladen oder nachladen des Fahrakkus genutzt werden.
    Leere Pendelbahnen können hier parken und auf neue Fahräste warten.

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