15.03.2017

Neue Rekord-Rolltreppe: Antriebsketten kommen aus Wuppertal.

Seit über 120 Jahren steht KÖBO für zukunftsweisende Kettentechnologie. Auch ungewöhnliche Herausforderungen haben die „Chain People“ aus Wuppertal stets gemeistert. Nun ist ein neues Projekt hinzugekommen: die Elbphilharmonie in Hamburg – mit 80,2 m Länge Rekord für Deutschland und Westeuropa.

„Für KONE, einen der größten Anbieter von Aufzügen und Rolltreppen, realisierten wir in enger Kooperation die Rolltreppenketten und Spezialantriebe für dieses komplexe Projekt“, erklärt Dipl. Ingenieur Friedhelm Göddecke, Chefingenieur von KÖBO und zuständig für Rolltreppenketten weltweit. Die Fahrt durch die sogenannte Tube ist 80,2 m lang und dauert zweieinhalb Minuten. Während der Fahrt können die Besucher nicht von einem zum anderen Ende sehen – ganz gleich, ob sie nach vorn oder zurück schauen. Technisch ist die Anlage ein Meisterwerk, das den imposanten Eindruck des Gesamtkunstwerks Elbphilharmonie eindrucksvoll unterstreicht.

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Schon das Modell zeigt, das es beim Thema Rolltreppen auf Details ankommt.

Ganze Arbeit von „The Chain People“ aus Wuppertal: Dieses Modell wurde im Vorfeld erstellt. ©KONE/KÖBO

Die Länge und die Förderhöhe in Kombination mit der Bogenform bedeutete einen außerordentlichen Konstruktionsaufwand: Die Anlage überwindet eine Höhe von 21,43 m. Das bedeutet: Wären die Rolltreppen so stark geneigt wie Standardrolltreppen, läge die Förderhöhe bei knapp 40 m. Nachdem im Vorfeld andere Unternehmen scheiterten, übernahm KONE dieses Projekt im Jahre 2008 und fand in KÖBO aus Wuppertal einen Partner, der fundiertes Know-how und die nötige Erfahrung einbringen konnte – darüber hinaus war natürlich auch Mut erforderlich, um ein solch visionäres Projekt anzugehen.

Sehr früh wurde ein detailgetreues Modell geschaffen. Die beteiligten KÖBO-Experten fokussierten sich hierbei auf die Stufenkette und das Zusammenspiel von Sektionalantrieben und Controller-Einheiten. Dass am Ende die längste Personenrolltreppe Deutschlands und auch Westeuropas stehen würde, war mit Planungsbeginn klar. „Nach der vielbeachteten Eröffnungszeremonie und dem positiven Feedback wurde aber deutlich, dass dies ein Jahrhundertbau ist, der ewig mit KÖBO-Kettentechnologie verbunden sein wird,“ freuen sich Geschäftsführer Jochen Bovenkamp und sein Team.

Über bewegende Augenblicke für die Besucher hinaus, schafft das Transportsystem der Elbphilharmonie für KÖBO eine einzigartige Referenz, mit der die Innovationskraft des Wuppertaler Traditionsunternehmens auch international neue

Beachtung findet. Man darf gespannt sein, wie dies und die Zusammenarbeit mit KONE sich auf zukünftige Projekte auswirken wird.

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