12.12.2016

Mehr Bürgerbüros, nicht weniger

"Politik und Verwaltung müssen zurück zu den Bürgern" - Jörg Heynkes zu den Diskussionen um die Wuppertaler Bürgerbüros

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Bürgerbüros. Politik und Verwaltung müssen wieder zurück zu den Bürgern.“ Diesen Appell richtet der Aktivist und unabhängige Landtagskandidat Jörg Heynkes im Zusammenhang mit der Diskussion um die Wuppertaler Bürgerbüros an die handelnden Personen im Rathaus.

„Es war einer der größten politischen Fehler in den vergangenen Jahren, das Angebot und die Öffnungszeiten in den Bürgerbüros auf das Minimalste zu reduzieren. Gerade in einer Stadt wie Wuppertal, in der es nicht das eine Zentrum gibt, wäre es auch für eine Stadtverwaltung wichtig, in den Stadtteilen präsent zu sein. Die Angebote und Öffnungszeiten müssten vielmehr wieder ausgebaut werden. Die Menschen in den nördlichen Quartieren wie Mirke, Ostersbaum, Uellendahl oder auch in Elberfeld-Mitte haben keine Anlaufstelle in ihrer Nähe.

Das Ziel der weitgehenden Zentralisierung der Verwaltungsaufgaben war es damals – im Rahmen eines der großen Sparpakete – Kosten zu sparen. Wenn man aber jetzt sieht, welche Folgen dies hat, wie der Frust der Menschen immer größer wird, weil Politik und Verwaltung nicht greifbar sind, dann hat das am Ende Auswirkungen auf die Gesellschaft. Womöglich kostet es uns am Ende sogar noch mehr Geld, weil zusätzliche Sozialarbeiter und Polizeibeamte die gesellschaftlichen Schäden in den „abgehängten Vierteln“ reparieren müssen. Es kann nicht immer das Totschlagargument der leeren Stadtkassen angeführt werden. Das Fortschreiten der Digitalisierung wird auch innerhalb der Verwaltung das Arbeiten immer effizienter machen, so dass Ressourcen wieder frei werden und Mitarbeiter zurück in die Bürgerbüros der Stadtteile geschickt werden können, damit sie dort den Anliegen der Bürger dienen können.

Es ist notwendig, dass die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Rat, den Bezirksvertretungen, den Angestellten in den Bürgerbüros und vor allem mit den Bürgervereinen vor Ort ein Gesamtkonzept dazu entwickelt, welche Leistungen und Dienste in Zukunft wo und in welcher Weise für die Bürger bestmöglich erbracht werden. Und die Maxime muss lauten: Stets so nah wie möglich beim Bürger!

Mein Anspruch, Politik zu machen ist genau dieser. Ich möchte erfahren, was die Menschen in ihren Quartieren bewegt, mit welchen konkreten Problemen sie dort leben und welche Erwartungen sie eigentlich an Politik noch haben. Deshalb werde ich mich ab Januar in verschiedenen „Quartierspalavern“ den Fragen der Menschen in den Quartieren meines Wahlkreises Wuppertal II stellen, um mit ihnen ins Gespräch kommen.“ Die erste Veranstaltung wird am 15.1.2017 am Platz der Republik am Ostersbaum stattfinden.

jh

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